Neues Projekt: Merianin 2018+

Zum Jubiläumsjahr von Maria Sibylla Merian hat die Kreisgruppe zusammen mit der Merianschule im Jahr 2017 im Heilkräutergarten am Hallertor ein Schmetterlings- und Insektenbeet angelegt. Dabei entstsand die Zusammenarbeit mit Margot Lölhöffel, die sich schon lange auf den Spuren von Maria Sybilla Merian für Schmetterlinge einsetzt und mehr Lebensraum für diese einfordert. Ihr Projekt Merianin 2018+ begann zu wachsen.

Porträt von Maria Sybilla Merian

Porträt von Maria Sybilla Merian

Ausschnitt aus dem I. Raupenbuch, kolorierter Kupferstich Nr. 14

Ausschnitt aus dem I. Raupenbuch, kolorierter Kupferstich Nr. 14 – dargestellt ist ein C-Falter (Polygonia c-album)

Merian-Beet im Heilkräutergarten

Merian-Beet im Heilkräutergarten

02.03.2018

Nachdem 2017 zum 300. Todestag zahlreiche Veranstaltungen rund um Maria Sibylla Gräffin, geborene Merianin, stattgefunden haben, sind 2018 bereits 350 Jahre vergangen, seit diese 1668 nach Nürnberg kam – ein guter Anlass, sich an die Malerin und Naturforscherin zu erinnern, die noch heute unter ihrem Mädchennamen weltberühmt ist. 

Ihre lebenslange Forschung galt den Insekten in ihrer pflanzlichen Umwelt, die sie in ihrer Schönheit mit unglaublicher Präzision immer wieder zeichnete, malte und in Kupfer stach. Ein Vergleich ihrer Kunstwerke mit der jetzigen Situation macht deutlich, wie gefährdet der Lebensraum der Insekten und ihrer „Wirtspflanzen“ heute ist.

Die Initiative „Merianin 2018+“ für mehr Vielfalt auf Grünflächen im öffentlichen Raum, in privaten Gärten, auf bisher vernachlässigten Restflächen und sogar auf Balkonen soll nicht nur 2018, sondern nachhaltig und langfristig wirken. Deshalb ist das kleine „+“ ein wichtiger Bestandteil dieses Mottos.

Mithilfe der Merianin als symbolischer Schirmherrin wird es hoffentlich gelingen, in Nürnberg und seiner Nachbarschaft viele Blumenwiesen und bunte Beete zu schaffen, wo Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten ein reiches Nahrungsangebot vorfinden und sich gern niederlassen. Die Initiative „Merianin 2018+“ will dazu beitragen, dass wir die summenden und flatternden Lebewesen auf den faszinierenden Darstellungen der Merianin in Zukunft ebenso vielfältig auch in der Natur bewundern können.

Übrigens: Die Bezeichnung „Merianin“ war die damals übliche weibliche Form des Nachnamens. Um an diese längst vergessene Tradition zu erinnern, wurde für dieses Projekt die heute ungebräuchliche Version des Namens verwendet.

Mehr über das Projekt und wie Sie mitmachen können, lesen Sie unter Merianin 2018+.