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Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ – Nürnberger Aktionsbündnis gegründet

Am 08. Januar 2019 hat sich nun auch in Nürnberg ein lokales Aktionsbündnis zur Unterstützung des Volksbegehrens gegründet.

Gruppenfoto vom Gründungstreffen
16.01.2019

Viele Gruppierungen hatten bereits im Vorfeld ihre Mitarbeit zugesagt und die Zusammenarbeit hatte längst begonnen, aber nun gab es mit 38 anwesenden Männern und Frauen einen echten Gründungsakt. Momentan besteht das Bündnis aus den lokalen Gliederungen von 15 verschiedenen Gruppierungen:

  • BUND Naturschutz in Bayern, Kreisgruppe Nürnberg-Stadt
  • Imkerei „Die Bienenhüter“
  • Die Linke, Kreisverband Nürnberg-Fürth
  • Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Nürnberg
  • Bündnis „Nein zur Flughafen-Nordanbindung“
  • BLUEPINGU e.V.
  • NaturFreunde Nürnberg-Mitte
  • Bio-Verbraucher e.V. Nürnberg
  • Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V., Regionalgruppe Metropolregion Nürnberg
  • Ernährungsrat Nürnberg und Umgebung
  • Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Regionalgruppe Nürnberg
  • Tierschutzpartei Nürnberg
  • Partei „Volt Deutschland“
  • Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden
  • ÖDP-Kreisverband Nürnberg/Fürth/Stein

Als Sprecher wurden gewählt: Birgitta Meier (BN), Stefan Ebertsch (Grüne) und Ludwig Hager (ÖDP).
 
Ziel des Bündnisses ist der Erfolg des bevorstehenden Volksbegehrens „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!“. In der zweiwöchigen Rathausphase vom 31. Januar bis 13. Februar 2019 müssen sich 10 % der bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern und anderen Eintragungsorten für das Volksbegehren aussprechen, auch diejenigen, die das eventuell bereits bei den Unterschriftensammlungen im Sommer getan hatten.
 
Die Stimmung bei der Bündnisgründung war nicht immer so locker-fröhlich wie auf dem Gruppenfoto. Bei aller Einigkeit über das Ziel gab es selbstverständlich auch Meinungsverschiedenheiten. Länger diskutiert wurde zum Beispiel über die Auflage der zu bestellenden Flyer – diese müssen schließlich auch unter die Leute gebracht werden. Und die Kosten für Flyer, Plakate (kaufen und ausbringen), Saalmieten usw. müssen auch irgendwie aufgeteilt werden. Dazu wurde vereinbart, dass alle Spenden, die den Bündnispartnern unter dem Kennwort „Volksbegehren“ zufließen, zusammen zur Deckung der Kosten des Bündnisses verwendet werden sollen.
 
„Ich bin froh darüber, dass sich so viele Bündnispartnerorganisationen beteiligen“, sagt der Kreisverbandsvorsitzende der ÖDP Nürnberg/Fürth/Stein Ludwig Hager. „Und ich bin positiv überrascht darüber, dass sich schon jetzt über 150 Menschen über die Homepage www.Volksbegehren-Artenvielfalt.de zum Rathauslotsendienst angemeldet haben.“ Die Rathauslotsen werden während der Öffnungszeiten der Eintragungsstellen in deren räumlichem Umfeld auf die Möglichkeit der Eintragung aufmerksam machen und für Fragen zu Inhalt und Prozedere zur Verfügung stehen.
 
Das Volksbegehren soll über Änderungen am bayerischen Naturschutzgesetz wichtige Voraussetzungen für den Fortbestand so vieler vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten schaffen. Ludwig Hager: „Natürlich hätten wir diese Veränderungen lieber auf europäischer Ebene, die Möglichkeit von Volksbegehren haben wir aber nun mal nur als Bayern. Und es geht hier auch nicht darum, „irgendwas gegen die Regierungsparteien zu machen“, sondern um eine edle, in der bayerischen Verfassung vorgesehene Aufgabe jenseits von Parteigrenzen. Lasst es uns zu einem Fest der direkten Demokratie machen!“
 
„Rettet die Bienen!“ – dieses Motto des Volksbegehrens könnte auch für die Arbeit des Nürnberger BUND Naturschutz stehen. 260.000 Quadratmeter Biotope und Gärten betreut der Naturschutzverband, über 70.000 Quadratmeter Blühflächen wurden in den letzten eineinhalb Jahrzehnten bei Kornburg erworben und angelegt. „Statt Insektensterben verursacht der BN dort einen Insektenboom“, argumentiert BN-Vorsitzender Dr. Otto Heimbucher. „Doch trotz der enormen Leistung ist das für das gesamte Stadtgebiet nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn wir Natur nicht in der gesamten Fläche schützen und einen wirksamen Biotopverbund schaffen, werden auch viele seltene Tiere und Pflanzen aus Nürnberg verschwinden. Das Verbinden von Biotopen ist eines der zentralen Ziele des Volksbegehrens.“
 
Tessa Ganserer, MdL: „Vielfalt ist etwas Wunderbares. Doch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten in Bayern brauchen dringend mehr Schutz. Deswegen unterstütze ich das Volksbegehren Artenvielfalt.“

Machen Sie mit!

Bitte unterstützen auch Sie das www.Volksbegehren-Artenvielfalt.de: Gehen Sie zwischen dem 31. Januar und dem 13. Februar 2019 auf Ihr Rathaus und sprechen Sie mit möglichst vielen Menschen über die einmalige Chance, die wir in Bayern mit diesem Volksbegehren haben.