Winterwanderung auf den Moritzberg – die erste Exkursion in diesem Jahr

Früher nannten wir diese Wanderung im Januar Eiszapfenwanderung, denn es war immer kalt und regelmäßig konnten wir den Klingenden Wasserfall zum Eiszapfen erstarrt bewundern. Weil sich das Klima gewandelt hat und wir lernfähig sind, gehen wir diese Strecke zwar immer noch, aber wir nennen sie jetzt Winterwanderung.

Winterpilze
Winterliche Impressionen
Winterwald
Klingender Wasserfall
Bestimmung von Knospen
Bestimmung von Knospen
Die Wandergruppe
Winterwanderung zum Moritzberg
29.01.2018

Am 21. Januar 2018 stand die Tour wieder auf dem Programm. Trotz der ergiebigen Regenfälle in der Woche davor waren 16 Leute gekommen, die mit uns den Aufstieg wagen wollten. Wie immer bei unseren Exkursionen fuhren wir gemeinsam mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt. In Röthenbach Seespitze liefen wir bei leichtem Schneefall los, zunächst über Himmelsgarten mit seinem Schloss zum Sprosselbrunnen. Das ist kein weiter Weg, aber bei uns zieht er sich, denn wir müssen alles inspizieren. Wer glaubt, dass es im Winter nichts zu sehen gibt, weil nichts blüht, der irrt. Da gibt es zum Beispiel jede Menge Knospen an den Bäumen. Alle schauen verschieden aus und wir haben ein Buch dabei, mit dessen Hilfe wir dann auch die Bäume bestimmen können. Und natürlich gibt es die Winterpilze oder die vergammelten vom Herbst. Alles ist interessant und immer wieder anders.

Beim Klingenden Wasserfall war es dann so richtig matschig und die ersten versuchten es mit „Fango“. Natürlich nicht freiwillig, aber sie trugen es mit viel Humor und die Regenkleidung bewahrte vor Schlimmerem. Der Wasserfall plätscherte munter vor sich hin – gefroren war da gar nichts.

Kurz vor dem Moritzberg hatte uns der Sturm einen mächtigen Baum auf den Weg gelegt. Umkehren? Nein danke! Wir hielten uns gegenseitig die Zweige beiseite und zwängten uns durch die so entstandene schmale Gasse. Und dann ging es auf den Berg und es bot sich uns eine wunderbare Winterlandschaft. Der Aufstieg war zwar steil und der Boden weiterhin matschig, aber wen stört das, wenn die Bäume voll Schnee hängen.

Im gemütlichen Berggasthof war ein Tisch für uns reserviert. Die Pause hatten wir uns verdient. Und dann (um 14:30 Uhr) ging es bergab. Wir liefen jetzt zuerst nach der anderen Seite, um nicht zu steil absteigen zu müssen. Ziel war zuerst Schönberg und schließlich der Bahnhof Lauf. Der Bogen war uns zu langweilig, wir beschlossen also, einen direkteren Weg zu nehmen. Zumal der Schnee da durch Verwehungen eine Höhe von ca. 20 cm hatte und wann können wir schon einmal durch hohen Schnee stapfen … Der Weg entpuppte sich als Holzweg und endete abrupt. Umkehren? Siehe oben! Das war noch mal richtig spannend. Dank GPS wussten wir die Richtung – verlaufen konnten wir uns also nicht.

Am nächsten Tag wurde es schon wieder wärmer. Wir hatten also richtig Glück – äh nein, war natürlich alles so geplant.

So oder ähnlich sehen unsere Exkursionen aus. Und je nach Jahreszeit wechseln die Objekte unseres Interesses, aber sicher ist, dass es immer viel zu entdecken gibt. Die nächste Exkursion führt uns am 4. Februar zu den Wasserfällen an der Griesmühle. Weitere Termine finden Sie bei unseren Veranstaltungen. Wenn Sie regelmäßig per E-Mail über Termine informiert werden wollen, dann abonnieren Sie unseren Newsletter. Wir freuen uns auf neue und altbekannte Mitwanderer!