Arbeitskreis Ernährung & Agenda 21-Projektgruppe Gentechnik

Der Arbeitskreis

Der am 02. April 2009 als AK Gentechnik gegründete Arbeitskreis ist Teil des Bündnisses Gentechnikanbaufreie Region Nürnberg, dem sowohl die Stadt Nürnberg als auch die Parteien SPD, CSU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die ÖDP beigetreten sind. Auch die Bauern des Knoblauchslands gehören diesem Bündnis an. Ziel des Bündnisses ist es, dauerhaft den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Nürnberg und Umgebung zu verhindern.

Der BN Nürnberg freut sich über die breite Zustimmung im Nürnberger Stadtrat und fordert eine klare Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte. Als Beispiel können hier Nürnberger Bratwürste und Lebkuchen genannt werden. Es muss baldmöglichst eine Initiative geben, dass Nürnberger Metzger ihre Nürnberger Bratwürste mit regional erzeugtem Fleisch von Tieren, die kein genmanipuliertes Futter erhielten, herstellen. Auch bei der Herstellung der Nürnberger Lebkuchen sollte künftig Sorge getragen werden, dass sie aus garantiert gentechnikfreien Zutaten hergestellt werden und das Siegel „Ohne Gentechnik” tragen können.

Die gentechnikfreie Metropolregion Nürnberg ist ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zu einem gentechnikanbaufreien Europa!

Gentechnik und ihre Folgen

Gentechnisch veränderte Pollen machen keinen Halt vor Grenzen. Ist gentechnisch verändertes Saatgut in Teilen Bayerns erst einmal ausgebracht und ausgesät, so gibt es kein „Zurück” mehr.

Derzeit ist eine gentechnisch veränderte Pflanze, der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto, in Deutschland zum kommerziellen Anbau zugelassen. Diese Maislinie produziert selbst ein Insektengift gegen den Maisschädling Maiszünsler, eine Schmetterlingsart. Ministerpräsident Horst Seehofer hat Ende 2010 gegenüber dem BUND Naturschutz angekündigt, sich für ein gentechnikfreies Bayern einsetzen zu wollen. Iris Torres-Berger, Vorsitzende des AK Gentechnik, forderte: „Jetzt müssen seinen Worten Taten folgen.”

Gentechnik und Ernährung

Im Bereich der Ernährung haben gentechnisch veränderte Pflanzen einen direkten Einfluss auf uns. Derzeit landet in Deutschland der Großteil gentechnisch veränderter Pflanzen im Futtertrog unserer Nutztiere, es ist aber nicht erwiesen, dass dadurch keine Schäden entstehen! Fleisch, Eier und Milchprodukte von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden, müssen (im Gegensatz zu „direkt” aus Genpflanzen hergestellten Lebensmitteln) nicht gekennzeichnet werden. Wenn Sie absolut sichergehen wollen, keine Gentechnik zu sich zu nehmen bzw. zu unterstützen, sollten Sie daher zu Produkten mit dem Siegel „ohne Gentechnik“ oder gleich zu Bioprodukten greifen; in den Biovorschriften ist Gentechnik ausgeschlossen.

Einmal im Monat gibt Ihnen unser Marktschirm Tipps und Anregungen: Welches Obst und Gemüse kauft man in diesem Monat? Und was kann man Leckeres daraus kochen?

Gentechnik und Landwirtschaft

Unser Ziel sind allgemein ökologisch erzeugte, regionale und saisonale Lebensmittel. Darüber hinaus setzen wir uns für einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Boden, den Verzicht auf synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie für Tierschutz und gegen Lebensmittelverschwendung ein. Dies schließt auch Respekt und Fairness gegenüber den Produzenten unserer Lebensmittel, also den Bauern in allen Teilen der Welt, ein. In diesem Zusammenhang unterstützen wir das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi).

Gentechnik, TTIP, CETA und TISA

Die Handelsabkommen mit den USA bzw. Kanada sind ein weiterer unserer Schwerpunkte. Hier fungieren wir als Anlaufstelle, z.B. für die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und ATTAC.

Das können Sie tun

  • Kaufen Sie Lebensmittel aus regionaler Produktion, am besten aus Bioanbau (in der zertifizierten biologischen Landwirtschaft ist der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen verboten!).
  • Fragen Sie beim Lebensmitteleinkauf nach garantiert gentechnikfrei erzeugten Produkten.
  • Achten Sie bei konventionellen Produkten auf die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik”.
  • Setzen Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und bei Grundbesitzern dafür ein, dass bei der Verpachtung von Flächen Gentechnikeinsatz verbindlich ausgeschlossen wird.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Iris Torres-Berger
Telefon: 0911/89 37 40 98
E-Mail: i.torres@web.de

Treffen

Jeden letzten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr in der BN-Geschäftsstelle

Eigene Homepage

Weitere Informationen über die Tätigkeiten des Bündnisses „Gentechnikanbaufreies Nürnberg” finden Sie unter www.gentechnikanbaufreiesnuernberg.de.

Bisherige Aktionen

Informieren Sie sich hier über die bisherigen Aktionen des AK Gentechnik.