FÖJ-Abschlussbericht von Irina Khlieb

Hallo! Ich bin Irina Khlieb. Ich komme aus der Ukraine. Vor einem Jahr habe ich mich entschieden, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu machen, da ich mich immer für Umweltschutz interessierte und es in der Ukraine ein solches Programm nicht gibt. Die Möglichkeit, sich im Bereich Ökologie zu probieren, fand ich gut, weil das eine gute Sache ist, in den Naturschutz hineinzuschnuppern.

Warum habe ich den BUND Naturschutz gewählt? Die Antwort ist klar: Hier konnte ich meine Idee, der Umwelt eine kleine Hilfe zu leisten, in die Tat umsetzen, was ich in meinen ersten Wochen einigermaßen getan habe.

Nachdem die ersten Sprachbarrieren überwunden waren, kam natürlich gleich das, was zu einem FÖJ wohl einfach dazugehört – die Biotoppflegeaktionen. Trotz Regen wurde eine Sanddüne ordentlich gepflegt. Auch pflegten wir eine Sandmagerrasen-Heidefläche, wo wir die entsprechenden Bedingungen geschaffen haben, dass eine seltene, vom Aussterben bedrohte Vogelart – die Heidelerche – dort einen Lebensraum findet.

Danach half ich beim Erntedankfest im Hofgärtchen vom BUND Naturschutz, was auch eine Gelegenheit für mich war, das Urban-Gardening-Konzept kennenzulernen und von innen zu sehen. Die Idee, einen Hinterhof mithilfe von Palettenbeeten in eine blühende Oase zu verwandeln, fand ich toll.

Außerdem führte ich naturkundliche Führungen auf Russisch am Dutzendteich und im BN-Heilkräutergarten durch und im Juli hielt ich einen Vortrag auf Deutsch über das Schutzgebiet in der Ukraine „Askania Nova“, was für mich eine ganz tolle Erfahrung war.

Die meisten Aufgaben hatte ich im Büro, z.B. das Verfassen des wöchentlichen Newsletters des BN oder die Organisation der Haus- und Straßensammlung (HuS). Aber die gute Abwechslung vom Büroalltag war die Betreuung der Kindergruppen. Ich konnte einmal oder zweimal pro Woche mit den Kindern in die Natur gehen. Wir haben auch Ausflüge unternommen, z.B. zur Umweltstation vom LBV und zum Rothsee, oder ein Wochenende haben wir im Heuhotel verbracht. Da mir die Kindergruppen unglaublich viel Spaß machten, habe ich auch an der Ausbildung des JBN zur Kindergruppenleiterin teilgenommen.

Im Laufe des FÖJ fanden fünf Seminare statt. In diesen wurden viele unterschiedliche Aspekte zu ökologischen Themen angeboten, sie boten aber auch Gelegenheit, mit FÖJlern aus anderen Einsatzstellen ins Gespräch zu kommen.

Und schneller als man denkt war das Jahr auch schon wieder vorbei. Am Ende meines FÖJ kann ich nur sagen, dass es eine unheimliche Bereicherung und gute Erfahrung für mich war und ich nur jedem ein FÖJ empfehlen kann.