Biologische Vielfalt auf der Stadtmauer

Das vierte Jahr auf der Mauer war turbulent: Zwei Neue Lehrkräfte kamen mit ihren Klassen dazu, die Sparkasse zog sich zurück, ein neuer Partner wurde gesucht und gefunden.

Um die angespannte Wassersituation in den Griff zu bekommen, suchten wir Anfang des Jahres das Gespräch mit dem Turm der Sinne. Die Mitarbeiter dort waren sehr entgegenkommend und hilfsbereit und so konnte unser ehrenamtlicher Mitarbeiter Gerd Schlestein dort einen Anschluss nebst kurzem Schlauch installieren, womit wir nun bei Niederschlagsflauten Wasser in unsere Tonne füllen und von dort auf die Beete bringen können. Die Wasserwege sind nun immerhin halbiert!

Auf den Beeten hatten wir in diesem Jahr vor allem mit mysteriösen Löchern zu kämpfen, die irgendein unermüdliches Tier immer wieder neu mitten durch unsere Pflanzen grub (vermutlich Wühlmäuse). Vor allem in den Kartoffeln fühlte sich dieser Eindringling pudelwohl. Umso erstaunter waren wir, als wir im Herbst tatsächlich Kartoffeln ernten konnten! Bamberger Hörnla waren es und in unserer Kartoffel-Gemüse-Suppe waren sie ausgesprochen lecker! Daneben hatten wir wunderbare rot und weiß blühende Feuerbohnen und hell-lila blühende Coco-de-Bohème-Bohnen gepflanzt, die uns köstliche grüne Bohnen schenkten. Einige Schoten ließen wir ausreifen und die geernteten Bohnenkerne werden wir im nächsten Jahr wieder stecken.

Bohnenernte
Bohnenkinder
Resternte
Essblüten
Esskräuter
Blütenbrote
Mauerpicknick
Teezeit
Gute Freunde

Auf unserem Beerenbeet entfaltete sich im Frühjahr ein buntes Meer aus Krokussen, Tulpen und Narzissen, das im weiteren Jahresverlauf von Wegwarte, Weißer Lichtnelke, Ringelblume, Malve, Wilder Möhre, Schafgarbe und vielen weiteren abgelöst wurde.

Unsere Kräuterschnecke wurde heftig dominiert von Schafgarbe! Als Heilkraut wunderbar und auch für Salate und auf dem Brot gut geeignet, aber so viel brauchen wir wirklich nicht. Die wird im nächsten Jahr weichen müssen.

Gärtnertagebuch
Mauertagebuch
Laubarbeit
Laubträger
Rechentrupp
Vorsicht Hacke!

Bei den Kindern waren ein großes Thema die zahlreichen Regenwürmer, die sie beim Umgraben der Beete fanden. Viele Kinder kamen das erste Mal im Leben mit diesen Tieren in Berührung. Nach und nach haben sie im Laufe des Jahres gelernt, welche wichtige Rolle die Regenwürmer im Boden haben und dass es gut ist, dass so viele in unseren Beeten sind.

Ab 2020 haben wir nun einen neuen Partner für unser Projekt gefunden und wir werden im April gemeinsam in das Gartenjahr starten!

Regenwurmfreunde
Regenwurmohrring
Blattwürmer