Hummelausstellung

Die Hummelausstellung der BN-Kreisgruppe Nürnberg will den Besuchern die großen Verwandten der Bienen näherbringen, auf ihre Gefährdung aufmerksam machen und Anregungen zu ihrem Schutz geben. Sie besteht aus acht Themenbereichen:

  • Das Hummeljahr
  • Entwicklung einer Hummel
  • ... und sie fliegen doch!
  • Bestimmung von Hummelarten
  • Hummeln in Gefahr
  • Hummeln als Bestäuber
  • Nistplätze
  • Hummelfreundlicher Garten

Die Ausstellung ist Teil der BN-Kampagne „Natur in der Stadt“. Sie wird gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der Glücksspirale.

Eine Muster-Pressemitteilung finden Sie hier.

Hummelausstellung on tour

Wir würden uns freuen, wenn unsere Ausstellung möglichst viele Hummelfreunde erreicht. Sie kann daher (natürlich abhängig von verfügbaren Terminen) bei Interesse gegen eine Gebühr von 50 Euro ausgeliehen werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Nürnberg
Endterstraße 14
90459 Nürnberg
Tel.: 0911/45 76 06
w.doetsch@bund-naturschutz-nbg.de

Das Übergabeprotokoll können Sie hier herunterladen.

Wann unsere Ausstellung wo zu sehen ist, entnehmen Sie bitte der folgenden Übersicht.

Kreisgruppe/OrtAusleihfrist
Creußen17.3. - 18.4.17
München20.4. - 27.6.17
Nürnberg3.7. - 8.8.17
Forchheim1.9. - 18.9.17
Traunstein20.9. - 4.10.17
Alteglofsheim5.10. - 5.12.17
Dachau6.12.17 - 31.1.18
Lichtenfels1.2. - 15.3.18
Rottal-Inn15.3. - 15.5.18
Schweinfurt28.9. - 8.10.18

Ausmalen, ausschneiden und Spaß haben!

Mit unserer Hummelmaske können sich Kinder in eine Hummel verwandeln und durch die Natur summen.

Die Bastelvorlage können Sie hier herunterladen.

Hummelmaske

Begleitmaterialien zur Ausstellung

Hummelkasten aus Beton
Hummelkasten aus Beton
Hummelkasten – Erdeinbau
Hummelkasten aus Holz
Hummelkasten mit Hummelnest
Hummelskulptur aus Stahl

Hummeln – Bienen im Pelz

Hummelausstellung
Flyer zur Hummelausstellung

Hummeln sind staatenbildende Insekten, die sich evolutiv aus solitär (= einzeln) lebenden Bienenarten entwickelt und in verschiedene Arten aufgespalten haben. Heute existieren weltweit noch ca. 400 Hummelarten.

In Deutschland sind derzeit 32 Hummel- und 9 Schmarotzerhummelarten bekannt. Die Haare sind bei jeder Hummelart anders gefärbt, wodurch man die Arten mehr oder weniger leicht voneinander unterscheiden kann.

Die Entwicklung der Hummel erfolgt über mehrere Stadien, in welchen die Hummel unterschiedlich aussieht sowie eine unterschiedliche Lebensweise hat. Diese Entwicklungsschritte sind das Ei, verschiedene Larvenstadien, die Puppe und schließlich das ausgewachsene Insekt (Imago).

Nach den Gesetzen der Aerodynamik können Hummeln überhaupt nicht fliegen. Ihre Flügel sind schlicht zu klein für ihren Körper. Doch die Hummelflügel sind flexibel und drehbar; sie schlagen bis zu 200 mal in der Sekunde. Dadurch werden Luftwirbel erzeugt, die für den nötigen Auftrieb sorgen. Dies wurde erst 1996 herausgefunden.

Der Mensch ist der größte Feind der Hummeln. Er gefährdet sie durch Gifteinsatz in der konventionellen Landwirtschaft, den Anbau von einheitlichen Pflanzen auf riesigen Flächen (Monokulturen) und die Vernichtung ihrer Lebensräume.

Gefahren für Hummeln durch den Menschen:

  • Überdüngung von Grünland
  • blütenarme Monokulturen
  • Überpflügen von Feldrainen
  • zu häufige Mahd von Blumenwiesen
  • Pestizideinsatz
  • Zerstörung von blütenreichen Wiesen

Über zwei Drittel unserer Nutzpflanzen sind auf fremde Hilfe angewiesen: die Bestäubung durch Insekten. Sie ernähren sich von Nektar und Blütenpollen. Indem Hummeln viele Blüten nacheinander aufsuchen kommt es zur Übertragung des Pollens auf andere Pflanzen. Auf diese Weise wird die Pflanze bestäubt.

In der Natur suchen sich Hummeln meist verlassene Mäusebauten sowie kleine Höhlen zwischen Wurzeln oder dichten Grasbüscheln als Nistplatz aus. Im Garten kann man ihnen mit einem Nistkasten einen geeigneten und geschützten Nistplatz bieten.

Es gibt zahlreiche „hummelfreundliche“ Pflanzen. Attraktiv für Bienen, Hummeln und Co. sind ungefüllte Blüten. Gefüllte Blüten enthalten oft weniger Staubblätter, sodass weniger Pollen zur Verfügung steht.
Leider werden in der konventionellen Landwirtschaft und von manchen selbst im eigenen Garten viele wichtige Pflanzen als „Unkräuter“ angesehen und vernichtet. Durch den Einsatz von Insektiziden können ganze Hummelvölker sterben. Kaufen Sie deshalb Produkte aus pestizidfreier, ökologischer Landwirtschaft!