Blutsaugende Milben im menschlichen Umfeld

Datum
19.12.2018 19:30 - 21:00

Ort
Naturkundehaus im Tiergarten, Vortragssaal

Referentin: Eva Scholl, Diplom-Biologin, Nürnberg

Eingebildete Parasiten gibt es. Dermatozoenwahn gilt als psychische Störung. Eingebildeter Juckreiz kann sogar ansteckend sein – ähnlich wie Gähnen. Einige dieser Fälle hätten vielleicht verhindert werden können, wenn ein tatsächlich vorhandenes zugrundeliegendes Problem rechtzeitig erkannt worden wäre. Wochenlang quälender Juckreiz ohne erkennbare Ursache kann verrückt machen. Wenn Ärzte und andere Experten zudem behaupten, das sei nur Einbildung, beginnen viele Betroffene, an sich selbst zu zweifeln oder steigern sich in erfundene Fakten hinein.
Wer sich hier angesprochen fühlt, sollte an blutsaugende Milben denken.
Mindestens 40 Arten kommen dafür in Frage, und es gibt zunehmend Fälle, in denen Milben von Vögeln und Nagetieren auf Menschen als Blutwirte umsteigen.
Eine neue Affenart hat es leichter, in die Medien zu gelangen, denn diese Milben sind auch interessant, aber fast unsichtbar.
Voraussetzung für die Abwehr der Plagegeister ist deren Nachweis und exakte Bestimmung. Weitere Herausforderungen sind Schutz und Abwehr, auch biologische. Darum wird es in diesem Vortrag gehen.