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Was haben Beethoven und seine 5. Symphonie mit dem Insektensterben zu tun?

Der Vortrag stellt Ursachen für das Insektensterben vor, zeigt aber auch auf, wie Bürger und Kommunen mithelfen können, den Trend umzukehren.

Datum
09.10.2019 19:30 - 21:00

Ort
Naturkundehaus im Tiergarten, Vortragssaal

Referent: Dr. Martin Sommer, Nürnberg, Projektmanager beim Deutschen Verband für Landschaftspflege

Acker mit Wildkräutern

Wildkrautreiche Äcker sind Lebensraum für eine Vielzahl an Wildinsektenarten (Foto: M. Sommer)

Apollofalter

Der Apollofalter, früher auf der Frankenalb weit verbreitet, hat sich komplett in die Alpen zurückgezogen. (Foto: M. Sommer)

Seit der Veröffentlichung der sogenannten „Krefeld-Studie“ im Herbst 2017 ist das Insektensterben in aller Munde. Die Zahlen der Schmetterlinge, Wildbienen, Heuschrecken oder Käfer nehmen ebenso wie ihre Lebensräume und Futterpflanzen in unserer Kulturlandschaft rapide ab. Mit der Studie wurden auch zum ersten Mal die Öffentlichkeit und die Politik wachgerüttelt. Sie hat letztendlich auch zum erfolgreichsten Volksbegehren in Bayern seit Bestehen des Freistaats geführt. Jetzt hat zudem noch der Weltbiodiversitätsrat ein vernichtendes Zeugnis für den Umgang des Menschen mit der Natur ausgestellt und mitgeteilt, dass über eine Million Arten weltweit bedroht sind. Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs, da wir viele Arten noch gar nicht kennen.

Doch was sind eigentlich die Ursachen? Ist es tatsächlich nur die intensive Landwirtschaft, wie häufig verbreitet wird? Ist nicht etwa viel mehr der Klimawandel schuld, um den sich ja in der Politik vorwiegend gekümmert wird, wenn von „Umweltschutz“ die Rede ist? Oder sind etwa die „Lichtverschmutzung“ oder der vielzitierte Flächenfraß genauso verantwortlich? Und wie können wir Bürger und unsere Kommunen mithelfen, dass sich der Trend vielleicht doch noch umkehrt?

Auf diese ganzen Fragen versucht der Vortrag Antworten und Anregungen zu geben. Und natürlich auf die Frage, was Beethoven mit dem Ganzen zu tun hat.