Juraleitung: einzigartige Natur am Hohen Bühl bedroht
Der Hohe Bühl südlich von Nürnberg ist eine der höchsten Erhebungen in der Nähe von Nürnberg. Aufgrund seiner besonderen Geologie beherbergt er eine enorme Artenvielfalt. Allerdings ist die Idylle durch den geplanten Bau der Juraleitung (P53) bedroht. Etliche Maststandorte sind südlich der A6 vorgesehen. Die Bürgerinitiative Reichswald bleibt e.V. hat daher eine naturkundliche Führung mit dem BUND Naturschutz angeregt, um Bürger*innen den Wert des Waldes vorzustellen. Etliche Interessierte nahmen bei sommerlichen Temperaturen die Gelegenheit wahr, sich näher zu informieren.
BN-Biologe Wolfgang Dötsch führte in die Geologie ein. Über dem Oberen Burgsandstein mit kleineren Steinbrüchen und dem bekannten Teufelsbackofen befindet sich eine mächtige Kuppe aus so genanntem Feuerletten. Der intensiv rotbraune Ton bietet einer besonderen Vegetation Lebensraum, die man so oft erst wieder in den Laubwäldern des Frankenjuras findet. Schlüsselblumen, Bingelkraut und Seidelbast sind nur einige Beispiele, die die üppige Pflanzenwelt kennzeichnen. Dötsch wies auch auf die Tierwelt hin. Vor allem die seltene Gelbbauch-Unke hat hier eines ihrer Hauptverbreitungsgebiete in der Region. Im Planungsverfahren der Juraleitung wurde die europaweit geschützte Art aber nicht berücksichtigt.













