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Arbeitskreis Stadtentwicklung

Das Hauptthema der Stadtentwicklung ist die Flächenpolitik, also welche Grünflächen brauchen wir im Hinblick auf Stadtbelüftung und Abkühlung im Klimawandel, welche Ideen können wir für den Wohnungsbau beisteuern. Diese Themen werden durch die Zuwanderung aus der Ukraine noch an Bedeutung gewinnen.

Der AK Stadtentwicklung hat in Nürnberg wirklich viel zu tun mit dem Widerstand gegen die Zerstörung von Freiflächen und Bäumen und der Entwicklung neuer Ideen und Konzepte z.B. für den Wohnungsbau.

Das bayerische Umweltministerium legt jährlich eine Klimaprognose für Bayern vor. Dieser ist zu entnehmen, dass Franken insgesamt, besonders aber das Nürnberger Becken, mit noch mehr Trockenheit und Dürre rechnen muss als derzeit schon. Nürnberg wird die Stadt mit der stärksten Erhitzung und Trockenheit in Bayern sein. Als Gegenstrategie empfiehlt das Umweltministerium, in der Bilanz keine Grünflächen mehr zu opfern, sondern großflächig neue auszuweisen und insbesondere den Bestand an großen alten Bäumen zu sichern. Dafür wäre ein Stadtratsbeschluss, der grundsätzlich festlegt, dass die Grünflächenbilanz nicht nur der Versiegelung Entsiegelungen im gleichen Umfang gegenüberstellt, sondern den Grünflächenbestand erheblich erweitert, ein wichtiger Fortschritt.

Der ständige Schwund an Bäumen, insbesondere Straßenbäumen, muss gestoppt und in Wachstum der Baumzahlen gewendet werden. Besonders wichtig ist, dass die Strategie für Bäume in der Stadt grundsätzlich geändert werden muss: Bebauung muss sich den Baumstandorten anpassen und nicht umgekehrt; die Illusion, großkronige alte Bäume durch kleine neue ersetzen zu können, muss ein Ende haben. An der Lochnerstraße in Schweinau sollen 425 Wohnungen für 850 Menschen auf dem Gelände einer ehemaligen Lackfabrik Akzo-Nobel entstehen. Trotz Lackfabrik standen dort 70 Bäume, 41 sollten gefällt, 29 – darunter eine alte Schwarzeiche, ein Naturdenkmal – erhalten bleiben. Schaut man heute auf die Fläche, steht dort als einziger Baum das Naturdenkmal. Die Grünflächenbilanz von Schweinau hat sich durch das neue Quartier verschlechtert.

Am Flughafen bei den Tucherweihern, an der alten Radrennbahn, im Cramer-Klett-Park, überall sollen Bäume der Bebauung weichen. Die Bebauung von 40 Hektar freier Ackerfläche in Wetzendorf wird uns als ökologisch vorbildlich dargestellt, weil ein 13 Hektar großer Park am Wetzendorfer Landgraben entstehen soll. Unerwähnt bleibt, dass die Stadt selbst diese Ackerflächen als wichtige Abkühlungs- und frischluftgenerierende Flächen für die ganze Innenstadt kartiert hat. Lebensräume von Bodenbrütern werden zerstört und die streng geschützte Knoblauchkröte in den Tiergarten gebracht, eine völlig neue Methode, die Lebensräume bedrohter Arten zu sichern. Und das soll ökologisch vorbildlich sein?

Diese wichtigen Feldfluren zu erhalten und neue Ideen beim Wohnungsbau wie die Überbauung von Verkehrswegen oder altbekannte wie Wohnungsbauförderung für Aufstockung bestehender Gebäude und Dachgeschossausbau voranzubringen, wäre ökologisch vorbildlich, die Versiegelung einer alten Kulturlandschaft ist es grundsätzlich nicht.

Bei der neuen Technischen Universität folgt das staatliche Bauamt der Forderung der Unteren Naturschutzbehörde, an der Brunecker Straße als landesweit bedeutsam kartierte Biotope zu erhalten und auf sie bei der Planung Rücksicht zu nehmen. Ein Lichtblick in der eher düsteren Grünflächensituation in Nürnberg.

Es gibt viele wichtige und interessante Probleme. Für deren Lösung Vorschläge zu erarbeiten, ist Aufgabe des AK Stadtentwicklung.

Aktuelle Themen sind zum Beispiel

  • Bebauungsgebiet Wetzendorf/Schnepfenreuth-Süd
  • alte Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller
  • Bebauungsgebiet ehemalige Branntweinmonopolverwaltung
  • Tiefes Feld
  • Gebiet am Flughafen/Tucherweiher
  • Gebersdorf
  • Bebauung Kraftshof-Süd
  • Planung zur Neugestaltung Aufseßplatz-Kopernikusplatz in der Südstadt
  • Auswirkungen der Landesgartenschau auf die Grünflächenentwicklung (Klimameile Südstadt)
  • Cramer-Klett-Park
  • Versiegelung in Grünflächen (Stadtpark, Jamnitzer Park, Rechenberg)

Kontakt

Klaus-Peter Murawski, 1. Vorsitzender
info[at]bund-naturschutz-nbg.de
Tel.: 0911/45 76 06