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Mehr als neu: Kreativer Upcycling-Workshop

Mode macht Spaß …
„Ich habe gar nichts anzuziehen.“ Kleidung, Schmuck, Schuhe und Accessoires sind Teil unseres individuellen Ausdrucks. Mode bedeutet Farben, Abwechslung, Einkaufserlebnis.

… und belastet die Umwelt
Gleichzeitig verschlingt die exzessive Textilproduktion wertvolle Rohstoffe: Riesige Anbauflächen (speziell Baumwolle), Wasser, chemische Düngemittel, Pestizide, Farbstoffe, Energie bei Herstellung und Transport. Deutsche kaufen durchschnittlich 13 kg Kleidung pro Person und Jahr, gleichzeitig werden Tausende Tonnen ausrangiert. Daraus entstehen Müllberge mit problematischen Rückständen von Mikroplastik, Chemiefasern etc. Menschen in Billiglohnländern leiden zudem unter katastrophalen Arbeitsbedingungen.

Weltreise der Jeans
Die aufwändige Reise einer Jeans bis in die heimische Boutique führt quasi einmal um die ganze Welt. Die Baumwolle stammt wahrscheinlich von einem Feld in Indien oder Afrika, in China wird sie versponnen, in Taiwan gefärbt, in Polen oder anderswo gewebt, aus Frankreich kommt das Innenfutter dazu, auf den Philippinen oder in Bangladesh oder in der Türkei oder sonstwo wird sie zusammengenäht und in Griechenland mit Stonewashed-Effekt versehen. Danach sieht sie dann echt alt aus. Noch gar nicht eingerechnet die Herkunft der beteiligten Maschinen, Farbstoffe, Reißverschlüsse …

Erst mal die Bestände sichten
Viel Modisches wird gekauft und kaum getragen. Kleiderberge gammeln ungenutzt in Schränken vor sich hin und nerven. Besser: Ungeliebte oder schadhafte Teile in Angriff nehmen, sortieren, weitergeben, „Altmodisches“ umarbeiten. Nähen und Stricken ist leider etwas aus der Mode gekommen, doch viel Vorhandenes lässt sich mit wenig Aufwand aufwerten. Das eigene Design bleibt immer spannend. Nichts ist genormt und vorhersehbar, daher folgen hier auch keine pauschalen Anleitungen, sondern nur Anregungen.

Optionen für Re- und Upcycling
Kreativ reparieren (z.B. bunte Applikationen auf Flecken), traditionelles Recycling (Flickerlteppiche, Quilt aus Stoffresten), echtes Up-Cycling (Verschönern und Umarbeiten älterer Stücke), Zweckentfremdung (Gürtel wird Haarband, Stoffreste als Geschenkverpackung etc.). Komplett unbrauchbare Teile entsorgen (Kleidersammlung, Putzlappen; Wolle und Baumwolle kann auch kompostiert werden).


Ziele

Der BUND Naturschutz ist in unserer Region außerordentlich aktiv. Angesichts von Klimawandel, Globalisierung, kontroversen Wirtschaftsinteressen, immensem Bevölkerungswachstum und zunehmendem Realitätsverlust („postfaktisch“) reichen aber regionale Schwerpunkte im Umweltschutz nicht mehr aus. Denken in größeren Zusammenhängen ist unerlässlich. Die vielen bestehenden Kontakte zu in- und ausländischen Gruppen und Initiativen zwischen Afrika und Arktis möchten wir im internationalen Arbeitskreis weiter vernetzen.

Unser Motto: voneinander lernen.

Aktivitäten 

  • Führungen, Diskussionsveranstaltungen, z.B. hinter den Kulissen des Tiergartens
  • Infostand „Nein zu CETA“  2015, zusammen mit der Gesellschaft für bedrohte Völker und der JBN
  • Klimatag zur Weltklimakonferenz 2015 mit internationalen Referenten und umfangreichem Rahmenprogramm
  • kontinuierliche Kooperation mit der Steuerungsgruppe Klimapartnerschaft Nürnberg – San Carlos/Nicaragua: Infostand beim Reichswaldfest, Konzeption eines Infohefts für Schulkinder in San Carlos, Mitbetreuung von Gästen und Umweltschützern aus der Partnerstadt
  • Thementag „Welt – Wald – Wirtschaft“ 2016: Konflikte und Kompromisse zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Umweltschutz
  • Infostand auf der Biodiva-Messe 2017

Treffen

Momentan können Treffen nur online und nach Absprache stattfinden. Wir freuen uns trotzdem über weitere Aktive! Bei Interesse bitte telefonisch im BN-Büro melden (0911/45 76 06).

Kontakt

Japan: Kazumi Nakayama, kazumi_nk[at]hotmail.com
Arktis: Dietmar Hasse, dh.norrsken[at]gmx.de
International, Aktionen: Monika Krumbach, mona.sylvia[at]t-online.de