Forum International
Unsere Ziele
Der BUND Naturschutz ist in unserer Region außerordentlich aktiv. Angesichts von Klimawandel, Globalisierung, kontroversen Wirtschaftsinteressen, immensem Bevölkerungswachstum und zunehmendem Realitätsverlust („postfaktisch“) reichen aber regionale Schwerpunkte im Umweltschutz nicht mehr aus. Denken in größeren Zusammenhängen ist unerlässlich. Die vielen bestehenden Kontakte zu in- und ausländischen Gruppen und Initiativen zwischen Afrika und Arktis möchten wir im internationalen Arbeitskreis weiter vernetzen.
Unser Motto: voneinander lernen.
Aktivitäten
- Führungen, Diskussionsveranstaltungen, z.B. hinter den Kulissen des Tiergartens
- Infostand „Nein zu CETA“ 2015, zusammen mit der Gesellschaft für bedrohte Völker und der JBN
- Klimatag zur Weltklimakonferenz 2015 mit internationalen Referenten und umfangreichem Rahmenprogramm
- kontinuierliche Kooperation mit der Steuerungsgruppe Klimapartnerschaft Nürnberg – San Carlos/Nicaragua: Infostand beim Reichswaldfest, Konzeption eines Infohefts für Schulkinder in San Carlos, Mitbetreuung von Gästen und Umweltschützern aus der Partnerstadt
- Thementag „Welt – Wald – Wirtschaft“ 2016: Konflikte und Kompromisse zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Umweltschutz
- Infostand auf der Biodiva-Messe 2017
- Anlage eines Schmetterlingsbeets für Maria Sibylla Merian zusammen mit Kindern und Lehrerinnen der Merianschule Nürnberg
- Thementag „Afrikanische Perspektiven“ am 8. Dezember 2018
- „Global denken, lokal handeln“: Vorstellung von Projekten mit dem globalen Süden, die von Nürnberger Organisationen unterstützt werden und zu verschiedensten Themen Denkanstöße geben (November 2023)
- Projekt „Kreatives Upcycling international – von Afrika lernen“: Anregungen zum schonenden Umgang mit Ressourcen
Arbeitsgruppe Plastik
Seit 2024 setzen wir uns mit dem Thema Plastikmüll und dessen Vermeidung auseinander. Den Auftakt bildete am 22. Oktober 2024 eine Veranstaltung im Spielzeugmuseum unter dem Motto Plastic forever! Gibt es Alternativen?.
Am 11. Juni 2025 informierten wir in der Fußgängerzone mit trommelnder Unterstützung durch Yogo Pausch über Alternativen zu Plastikprodukten und warum es so wichtig ist, den Gebrauch von Plastik zu verringern.
Derzeit bereiten wir weitere Aktionen vor. Möchten Sie sich mit uns für eine möglichst plastikfreie Zukunft einsetzen?
Kontakt
Ingrid Treutter
i.treutter[at]bund-naturschutz-nbg.de
0911/45 76 06
Online-Vortragsreihe mit Vorträgen zu internationalen Themen

26. April 2021, 19:30 Uhr: Plastikmüll in den Meeren – Auswirkungen und Lösungsansätze
Dr. Bernhard Bauske, Projektkoordinator Meeresmüll beim WWF, berichtete vom Umfang und den Auswirkungen des Plastikmülls in den Meeren und schlug Lösungen vor.

8. März 2021: Von Beos und Schabrackentapiren – zu den bedrohten Regenwäldern Asiens
Christian Dienemann, Zoopädagoge des Nürnberger Tiergartens, stellte die tropischen Regenwälder Asiens mit ihren vielfältigen Lebensräumen für verschiedene Pflanzen und Tiere vor. Unter anderem berichtete er, was Zoos zum Erhalt von Arten und Biotopen beitragen können.
Mehr als neu: Kreativer Upcycling-Workshop
Mode macht Spaß …
„Ich habe gar nichts anzuziehen.“ Kleidung, Schmuck, Schuhe und Accessoires sind Teil unseres individuellen Ausdrucks. Mode bedeutet Farben, Abwechslung, Einkaufserlebnis.
… und belastet die Umwelt
Gleichzeitig verschlingt die exzessive Textilproduktion wertvolle Rohstoffe: Riesige Anbauflächen (speziell Baumwolle), Wasser, chemische Düngemittel, Pestizide, Farbstoffe, Energie bei Herstellung und Transport. Deutsche kaufen durchschnittlich 13 kg Kleidung pro Person und Jahr, gleichzeitig werden Tausende Tonnen ausrangiert. Daraus entstehen Müllberge mit problematischen Rückständen von Mikroplastik, Chemiefasern etc. Menschen in Billiglohnländern leiden zudem unter katastrophalen Arbeitsbedingungen.
Weltreise der Jeans
Die aufwändige Reise einer Jeans bis in die heimische Boutique führt quasi einmal um die ganze Welt. Die Baumwolle stammt wahrscheinlich von einem Feld in Indien oder Afrika, in China wird sie versponnen, in Taiwan gefärbt, in Polen oder anderswo gewebt, aus Frankreich kommt das Innenfutter dazu, auf den Philippinen oder in Bangladesh oder in der Türkei oder sonstwo wird sie zusammengenäht und in Griechenland mit Stonewashed-Effekt versehen. Danach sieht sie dann echt alt aus. Noch gar nicht eingerechnet die Herkunft der beteiligten Maschinen, Farbstoffe, Reißverschlüsse …
Erst mal die Bestände sichten
Viel Modisches wird gekauft und kaum getragen. Kleiderberge gammeln ungenutzt in Schränken vor sich hin und nerven. Besser: Ungeliebte oder schadhafte Teile in Angriff nehmen, sortieren, weitergeben, „Altmodisches“ umarbeiten. Nähen und Stricken ist leider etwas aus der Mode gekommen, doch viel Vorhandenes lässt sich mit wenig Aufwand aufwerten. Das eigene Design bleibt immer spannend. Nichts ist genormt und vorhersehbar, daher folgen hier auch keine pauschalen Anleitungen, sondern nur Anregungen.
Optionen für Re- und Upcycling
Kreativ reparieren (z.B. bunte Applikationen auf Flecken), traditionelles Recycling (Flickerlteppiche, Quilt aus Stoffresten), echtes Up-Cycling (Verschönern und Umarbeiten älterer Stücke), Zweckentfremdung (Gürtel wird Haarband, Stoffreste als Geschenkverpackung etc.). Komplett unbrauchbare Teile entsorgen (Kleidersammlung, Putzlappen; Wolle und Baumwolle kann auch kompostiert werden).























