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Versteckte Oasen im Gründlachtal: eine Fahrradtour durch das Knoblauchsland

Trotz der Sommerhitze fanden sich 20 Teilnehmer an der Sankt-Georgs-Kirche in Kraftshof ein, die uns mit lautem Geläut begrüßte.

15.07.2026

Gleich zu Beginn unserer Radtour wurden wir von umgestürzten Bäumen aufgehalten und mussten einen Umweg fahren. Diplom-Biologe Robert Zoubek nutzte dies gleich, um den Zuhörern den Unterschied zwischen flachwurzelnden und tiefwurzelnden Bäumen zu erklären: Flachwurzelnde Bäume (z.B. Fichten) kippen mit riesigen Wurzeltellern um.

Die nächste Station waren die Sooswiesen, nahe an der Gründlach und der Autobahn gelegen. Im Gegensatz zu früher werden diese Wiesen nur noch selten von der Gründlach überschwemmt, weil die Biber großflächig das Wasser der Gründlach nach Norden umgeleitet haben. Dies hat erhebliche Konsequenzen für die Wiesen, die dadurch schneller verbuschen, und auch der Auwald wird seltener überschwemmt. Fische gibt es im bisherigen Bett der Gründlach nicht mehr, da in trockenen Zeiten kaum noch Wasser fließt. Erst an der Straße von Neunhof nach Kalchreuth findet die Gründlach in ihr bisheriges Bett zurück.

Weiter ging es entlang der Gründlach nach Neunhof, wo die Gründlach durch das geringe Gefälle in Mäanderschleifen fließt. Es tut sich eine wunderschöne Auenlandschaft als Schutzgebiet auf, wie sie im Knoblauchland nur in dieser Gegend zu sehen ist. Weil es nie eine Flurbereinigung in Neunhof gegeben hat, sind die Äcker viel kleinteiliger und vielseitiger als im übrigen Knoblauchsland. 

Hier in der Gegend liegen auch die Ausgleichsflächen der Stadt Nürnberg für das Baugebiet in Wetzendorf für die Kiebitze. Leider sind sie für die Kiebitze völlig ungeeignet, es wurde nie einer hier gesehen. Außerdem werden damit die Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen.

Nach Überquerung der Bundesstraße nach Erlangen fuhren wir noch nach Kleingründlach zu den Mühlweihern und dem dortigen urwaldähnlichen Auwald und genossen die Kühle des Blätterdachs.

Die Tour endete in Großgründlach. Am Schluss der Tour bestätigten selbst Kenner des Knoblauchslands, dass sie heute überraschend viel Neues gesehen und gehört hätten.