BN-Interkulturell: neuer Kooperationspartner arbewe

Als Abschluss des ersten Jahres der Zusammenarbeit wurde eine interkulturelle Pilzwanderung durchgeführt.

Pilzwanderung
Pilzwanderung
Pilze
Plakat Pilzwanderung
27.10.2017

Die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis BN-Interkulturell und dem Beratungszentrum für seelische Gesundheit (Sozialpsychiatrischer Dienst) der arbewe Wohn- und Begegnungsstätten gGmbH, einer Tochtergesellschaft des AWO-Kreisverbands Nürnberg, entstand in diesem Jahr mit den Schwerpunkten „seelische und körperliche Gesundheit für Menschen mit Migrationshintergrund“ und „Naturkennenlernen in Nürnberg und Umgebung“.

„Es macht Spaß, in der Natur unterwegs zu sein“

Auf dem Programm standen bisher Kräuterwanderungen – einmal entlang der Pegnitz und einmal am Zeltnerschloss – sowie zwei Ausflüge in das Lillachtal. Jeweils wurden etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Migrationshintergrund von den kompetenten Naturführerinnen des BN geführt. BN-Interkulturell freut sich sehr über die positive Resonanz!

Am 17. Oktober fand die letzte Veranstaltung des Jahres statt: eine Pilzwanderung durch den Wald südlich von Zirndorf.

Frau Claudia Menth, erfahrene Pilzexpertin, fand die Gruppenatmosphäre sehr angenehm und war auch beeindruckt von der Leidenschaft und den Kenntnissen, die die Teilnehmerinnen aus der ehemaligen Sowjetunion, Griechenland oder der Türkei mitgebracht haben.

Beim Austausch von traditionellen Kochrezepten der jeweiligen Heimatländer wies Frau Menth explizit darauf hin, dass das über Generationen hinweg überlieferte Wissen und die Kenntnisse zu Pilzsammlung und -zubereitungen, die noch praktiziert werden, schon veraltet sein dürften. Der Kahle Krempling (Paxillus involutus) beispielsweise mit dem brauen Hut, der so harmlos aussieht und bei uns und auch in Russland immer noch auf dem Teller landet, löst nach neuesten Erkenntnissen schwere Pilzvergiftungen, sogar mit tödlichem Ausgang, aus. Und zwar erst nach mehrmaligen Verzehr! Die Verbreitung solcher Informationen wurden unter den Landsleuten sprachlich unterstützt.

Es ist es wichtig, so Frau Menth, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus dem Heimatland bewahren und sich austauschen, gleichzeitig aber bei uns Neues lernen und das Gelernte weitergeben.

Zwar waren die gefundenen Pilze großteils für Speisezwecke etwas zu alt und die Teilnehmerinnen konnten nicht mit vollen Pilzkörben nach Hause gehen, aber mit voller Begeisterung!

BN-Interkulturell bedankt sich herzlich bei Frau Oxana Strobel, Gerontopsychiatrischer Fachdienst der arbewe und Vorstandsmitglied des Nürnberger Integrationsrats, für die Initiative und das Engagement in der geleisteten Zusammenarbeit sowie bei weiteren engagierten Kolleginnen vom Beratungszentrum für seelische Gesundheit (SpDi) der arbewe Wohn- und Begegnungsstätten gGmbH, Hamiye Sarikeklik, Liliya Edelmann und Milena Lubis, für die Planung und Durchführung der Veranstaltungen.

Im Jahr 2018 ist eine weitere Zusammenarbeit geplant. Bei Interesse bitte im BN-Büro melden.