Ein Nachmittag voller Experimente
Voller Spannung machten wir uns gemeinsam auf in die Natur, über Wiesen und Wege, bis wir schließlich die Stationen erreichten.
Von optischen Täuschungen über Sinnesstationen bis hin zur Möglichkeit, selber Experimente durchzuführen, war alles dabei. Nach einer kurzen Einführung in den Tagesablauf ging es auch schon los. Die Wahl, welche Station als erstes besucht wird, fiel den meisten leicht – EXPERIMENTE! Eine Vielzahl an Versuchen sorgte für große Begeisterung. Besonders das Schaumexperiment – von den Kindern auch „Vulkanausbruch“ genannt – hat es den jungen Teilnehmern angetan. Hierbei wurde Lebensmittelfarbe in ein Glas gegeben und mit Wasser vermischt. Nach dem Auflösen der Farbe wurden Zitronensäure und Backnatron hinzugefügt. Die Säure und das Natron neutralisieren sich gegenseitig, dabei entsteht Kohlenstoffdioxid. Es kommt zur Reaktion! Die Lösung fing das Schäumen an und breitete sich über den Glasrand hinweg aus. Die Kinder waren hellauf begeistert und los ging das Gemische – noch mehr Natron, noch mehr Wasser, bis alle Substanzen aufgebraucht waren.
Aber auch die anderen Stationen weckten das Interesse der Kinder. Die Station der Sinne beanspruchte vor allem den Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn. Mit bedeckten Augen mussten sie in Kartons greifen und die unterschiedlichen Gegenstände erraten. Gar nicht so einfach, wenn man nichts sieht! Die gleichen Voraussetzungen bestanden für den Geruchstest. Hierbei mussten drei verschiedene Gerüche blind erraten werden. Beim Testen des Geschmackssinns durften die Kinder dann probieren! Apfelsaft – versetzt mit Lebensmittelfarbe – wurde in unterschiedlicher Ausführung serviert. Aufgrund der verschiedenen Farben waren die Kinder größtenteils der Überzeugung, dass es sich nicht um ein und dasselbe Getränk handelt. Vermehrt fiel hierbei für die Farbe Rot: Erdbeersaft und für Grün: Kiwisaft als Vorschlag.
Das Experiment mit der Natur erforderte körperlichen Einsatz. Hierbei wurden kleine Holzscheiben auf einer Seite mit Spülmittel bestrichen. Mit ordentlicher Kraft im Bauch musste dann durch die andere Seite hindurch gepustet werden, sodass es zur Schaumbildung kommt. Ziel des Versuchs war es, den Kindern zu vermitteln, wie das Wasser in den Bäumen bis zu den Kronen gepumpt wird. Zum besseren Verständnis wurden die Kapillaren im Baum als Strohhalme bezeichnet, die zusammen gebündelt das Wasser nach oben leiten.
Nachdem alle Stationen ausprobiert waren, blieb noch etwas Zeit für ein abschließendes Spiel, das die Teamfähigkeit fördert. Beim sogenannten „Eisschollenspiel“ mussten die Kinder mithilfe ihrer Eisschollen (kleine Teppiche) von A nach B kommen, ohne jemanden zurückzulassen. Aber Vorsicht! Der Hai (Tina Neumann) nimmt leere Eisschollen weg, sobald kein Kind mehr darauf steht. Mit Bravour wurde dieses Spiel gemeistert und ein aufregender Nachmittag ging zu Ende.
Text und Fotos: BUND Naturschutz Nürnberg © Lena Schwarzfischer (2018)









