Ortsgruppe Zabo/Gleißhammer/Dutzendteich

Grünzug Goldbach

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Die Projektgruppe „Grünzug Goldbach“ gründete sich am 12. November 2001 und wurde im Rahmen der Agenda 21 der Stadt Nürnberg am „runden Tisch ökologische Stadtplanung“ angesiedelt. Aktive Mitglieder vom BUND Naturschutz/Ortsgruppe Zabo waren von Anfang an mit aktiv.
 
Der Verlauf vom Valznerweiher zum Aussiger Platz und weiter durch Gleißhammer am Zeltnerschloss vorbei über die Tullnau zur Wöhrder Wiese war schnell festgelegt. Aber die Realisierung hatte noch viele Hürden zu überwinden und zog sich bis zur offiziellen Ausschilderung als „Grünzug Goldbach“ im Jahr 2016 über 15 Jahre hin.
 
In dieser Zeit wurden mehrere Radtouren für interessierte Bürger organisiert. Ein Vortrag im Kulturladen Zeltnerschloss und eine Fotoausstellung in der Sparkassenfiliale in Zerzabelshof informierten über das Projekt. Zahllose Briefe u.a. an die Stadt Nürnberg oder die DB-Immobilien GmbH wurden geschrieben. Auf vielen Stadtteilfesten in Zabo und Gleißhammer wurde informiert. Mehrere Berichte gab es in der Nürnberger Presse und sogar der Bayerische Rundfunk brachte eine Reportage.

Fotoausstellung in der Sparkasse Zabo
Übergabe der Unterschriften an OB Maly
Ortstermin in der Gärtnerei Müller

2002 sollte das Gelände des Tennisvereins an der Goldbachstraße verkauft und bebaut werden. Die grüne Lunge mit den 80 bis 100 Jahre alten Eichen wäre unwiederbringlich verloren gewesen. Die Agenda-21-Gruppe koordinierte alle Interessengruppen wie die Tennisabteilung, den BUND Naturschutz, den Landesbund für Vogelschutz, die Fischer vom Zeltnerschloss, die angrenzenden Kleingärtner und die Vorstadtvereine von Zabo und Gleißhammer. Es wurden Unterschriften gesammelt und am 17.11.2002 an OB Dr. Maly übergeben. Das Gelände konnte erhalten werden.

Erst nach langen Verhandlungen konnte ein durchgehender Radweg durch das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Müller angelegt werden. Bau, Unterhalt und Verkehrssicherungspflicht waren zwischen der Stadt Nürnberg und der Bahn-Landwirtschaft zu regeln. Bei der Einweihung des Radwegs von der Gleißhammer- zur Goldbachstraße am 19. Oktober 2007 war viel politische Prominenz anwesend. Dr. Gsell überraschte die Anwesenden mit Brezen in Fahrradform und lobte die Agenda-21-Gruppe für ihren Einsatz.

Radtour Tullnaustraße vor dem Ausbau
Ausschilderung des Radwegs

Ein weiterer großer Schritt war der Ausbau der Tullnaustraße im September 2008. Das gefährliche Kopfsteinpflaster wurde durch einen Asphaltbelag ersetzt und die Einfahrt für Radfahrer von der Kleingartenkolonie her mit einer „Nase“ und einer kurzen Tempo-30-Zone erleichtert.
 
Der letzte Abschnitt von der Gleißhammer- zur Tullnaustraße entlang der Gleise wurde 2015 als Radweg ausgebaut. Damit war der Grünzug Goldbach durchgehend als Radweg ausgebaut und konnte endlich offiziell ausgeschildert werden.
 
Im Laufe der Zeit wurde vom BUND Naturschutz die naturnahe Gestaltung des Goldbachs – vor allem der Bereich am Aussiger Platz – weiter vorangetrieben. Am Metthingweiher entstand ein Tierbeobachtungshaus, das regelmäßig Kindergruppen anzieht.
 
Von der Agenda 21 wurde das Projekt über 15 Jahre unterstützt – mit guten Tipps, einem Draht zur Stadtverwaltung und einem kleinen Budget für Öffentlichkeitsarbeit. Damit wurden u.a. auch die Infotafeln am Wöhrder See und am Valznerweiher überarbeitet und der Infofolder neu aufgelegt. Diesen können Sie hier herunterladen.