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Pressemitteilung 6/2006

Nürnberger BN unterstützt bundesweites Aktionswochenende „Keine Gentechnik im Essen und auf den Feldern!“

 Der Bund Naturschutz und die Landesvereinigung für ökologischen Landbau rufen zu einem bundesweiten Gentechnik-Aktionswochenende vom 3. bis 5. März auf. Dazu wird der Bund Naturschutz Nürnberg in der Innenstadt Luftballone als Symbol für den Pollenflug fliegen lassen. Seehofers Ankündigung, das Gentechnikgesetz zu deregulieren und genmanipulierte Maissorten in Deutschland zuzulassen  macht diesen  bundesweiten Protest in Form von verschiedenen Aktionen und Demonstrationen in vielen Deutschen Städten nötig.

Zur Aktion in Nürnberg:

Möglichst viele Luftballone will der Bund Naturschutz zusammen mit Passanten zum Fliegen bringen. An den Luftballonen sind Aktionskärtchen befestigt, die die Finder zum Unterstützen der BN-Aktion aufrufen. Mit der Aktion soll veranschaulicht werden, wie Pollenflug Felder über viele Kilometer  kontaminieren kann, erklärt Iris Torres-Berger vom Nürnberg AK Gentechnik.

Ein Protestbrief und Aktionskarten an Minister Seehofer werden außerdem an die Passanten verteilt;  möglichst viele Bürger sollen mit Ihrer Unterschrift den Verzicht auf Genmanipulation im Essen und auf den Feldern einfordern.

Zum Hintergrund:

Unter dem Motto „gentechnikfrei genießen“ stellt das „Bündnis Bayern für gentechnikfreie Natur und Landwirtschaft“, eine breite Allianz vieler gesellschaftlicher Gruppen, klare Forderungen an die Politik, um die Wahlfreiheit für gentechnikfreies Essen langfristig zu sichern. Hauptforderungen sind u.a. die Beibehaltung der gesamtschuldnerischen Haftungsregelung im deutschen Gentechnikgesetz, das Selbstbestimmungsrecht europäischer Regionen für die Ausweisung gentechnikfreier Gebiete sowie eine Erweiterung der Kennzeichnungspflicht auf Milch, Fleisch, Eier von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter erhielten. Für Bayern fordert das Bündnis u.a. den Stopp des Versuchsanbaus mit gentechnisch veränderten Pflanzen auf bayerischen Staatsgütern.

 „Gentechnik nützt nicht Verbrauchern und Landwirten, sondern dient den Interessen der Gentechnikkonzerne, deren Ziel es ist, den internationalen Saatgutmarkt zu beherrschen und mit Patenten und Lizenzverträgen ihre Gewinne zu sichern“, so Prof. Dr. Hubert Weiger, BN Landesvorsitzender.

Die Nürnberger Gentechnik-Aktivistin Iris Torres-Berger protestiert gegen das geplante  Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und die geplante Abschaffung des Verursacherprinzip. Nach diesem sollen jetzt Kontaminationsschäden durch GVO über einen öffentlichen Fonds entschädigt werden. Ökologisch sensible Gebiete sollen keinen Schutz mehr erfahren. Öffentlichkeitsrechte werden beschnitten. Der AK Gentechnik fordert deshalb die Bürgerinnen Nürnbergs zu einem breiten Protest auf. Unterschriftenliste und weitere Aktionsmaterialien sind in der Kreisgruppe erhältlich oder im Internet abrufbar.