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Pressemitteilung 12/2006

Vorbildlich und modellhaft: wbg saniert Hochhäuser in Langwasser Mauersegler-gerecht! 

 Der Mauersegler in Nürnberg – Projektjahr 2006

Veranstalter: Bund Naturschutz Nürnberg, Agenda 21-Gruppe, „Mauersegler in Nürnberg“, wbg Nürnberg

Am 26. April kehrten die Mauersegler nach Nürnberg zurück! In der Imbuschstraße hätte auf gut 200 Mauersegler eine böse Überraschung warten können. Die Häuser mussten saniert werden und dabei wurden die Brutmöglichkeiten für die Marathon-Flieger beseitigt.

Bei mehreren Ortsbegehungen ergab sich ein Brutplatzangebot von ca. 20 Nistmöglichkeiten (in der Isolierung unter der Attica) pro Haus. Im Sommer 2005 wurden sechs Wohnblocks in der Imbuschstr. die Nr. 20-24, 28-30, 34-40, 48-50 und 53-57 sowie in der Giesbertsstr. 7-13 saniert. Die wbg Nürnberg, vertreten durch den Bauleiter Herrn Bloß, ist den Belangen des Gebäudebrüterschutzes sehr aufgeschlossen und hat nach intensiver Beratung durch die Agenda-Gruppe „Mauersegler in Nürnberg“ und den Bund Naturschutz Nürnberg den Ersatz der verloren gegangenen Brutplätze durch Nistkästen (im Verhältnis 1:1) an den Dachaufbauten für die Aufzüge umgesetzt. So wurden bis Anfang Mai 120 Nistmöglichkeiten montiert.

Damit hat sich die wbg Nürnberg gesetzeskonform verhalten und den gesetzlichen Schutz der gebäudebrütenden Vögel beachtet.

Der Mauersegler (Apus apus) gehört als europäische Vogelart gem. § 10 II, Nr. 10 b, bb Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten.

Nach § 42 Bundesnaturschutzgesetz darf geschützten Arten nicht nachgestellt werden, sie dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet oder ihre Nist-, Wohn- bzw. Zufluchtsmöglichkeiten beeinträchtigt bzw. zerstört werden. Damit dürfen auch die Brutstätten des Mauerseglers nicht zerstört werden, bzw. die Beseitigung ist genehmigungspflichtig durch die Höhere Naturschutzbehörde (Reg. v. Mfr). Leider halten sich nur wenige vorbildliche Hauseigentümer an diese Bestimmungen.