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Pressemitteilung 19/2009

Ein „Frühstück“ im bedrohten Reichswald

Die Jugendorganisation des Bundes Naturschutzes Nürnberg (JBN) stellte am Samstag, den 11. Juli das impressionistische Bild „Das Frühstück im Grünen“ (Le dejeuner sur l’herbe) von Claude Monet nach.

Damit wollen die Jugendlichen auf die Schönheit des Reichswaldes, der für die Nordspange geopfert werden soll, aufmerksam machen.

In historischen Kostümen wurde die Szenerie des Bildes in der Nähe des Cargo-Centers nachgestellt. Dabei diente eine Stelle des Reichswaldes, die vom Bau der geplanten Nordspange beeinträchtig wäre, als Kulisse für das Picknick.

Gerade die Idylle des Waldes ist bedroht: Die Stadt Nürnberg sieht eine direkte Anbindung des Flughafens an die A3 vor, die so genannte „Nordspange“. Sie würde teils als Autobahntrasse, teils als Tunnel mitten durch den nördlichen und östlichen Bannwald hindurchführen. Neben den offensichtlichen Naturschäden durch Abholzung würde die Untertunnelung vor allem eine deutliche Senkung des Grundwasserspiegels nach sich ziehen, der für die Bäume des Reichswaldes fatale Folgen hätte. 

Um eben diese Gefährdung des Waldes zu verdeutlichen, greift die JBN zu einem der berühmtesten Motive der Modernen Malerei, das sich auch unter anderem bei Picasso, Manet und Cézanne wieder findet. Das impressionistische Gemälde von Monet zeichnet sich durch eine leichte Pinselführung aus, fängt die Stimmung des Augenblicks ein und macht so die Vergänglichkeit der Schönheit bewusst. Die Nachstellung des Bildes lenkt den Blick auf die Vergänglichkeit der Reichswaldidylle und schafft ein Bewusstsein für die Notwendigkeit des Schutzes.