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Mähen mit Milli und Sternchen

Beim Umweltaktionstag des Friedensweges trafen sich wieder Christen und Muslime auf der Kornburger BN-Wiese. Ihr Einsatz für die Schöpfung schaffte mittlerweile ein einzigartiges Biotop.

Unter einem besonderen Stern stand der diesjährige Umweltaktionstag der Religionen in Kornburg. Zwei Wochen nach der Bundestageswahl, die neben Migration und innerer Sicherheit kaum Wahlkampfthemen hatte, trafen sich hier Christen und Muslime aus der Südstadt zu Aktion und Gespräch.

Selten waren so viele Gemeinden so hochrangig vertreten. Die beiden großen Moscheen (Eyüp Sultan DITIB und Islamische Gemeinde) entsandten ihren Imam. Daneben waren wieder die pakistanische Ahmadiyya-Gemeinde, die Christuskirche, die Kirchengemeinde St. Markus und die Baptistengemeinde mit zahlreichen Mitgliedern anwesend. Ludwig Wiedenhofer vertrat gleichzeitig die katholische Herz-Jesu-Gemeinde. Yavuz Kizmaz (DITIB) und Ulrike Dötsch (St. Markus) führten mit besinnlichen Worten zum Thema Glauben und Natur ein.

Mit Sensen und Heugabeln bewaffnet ging es dann an den schonenden Schutz der Schöpfung. Dank der behutsamen Pflege der letzten sieben Jahre hat sich das kleine Kornburger Biotop zu einer wahren Oase entwickelt. Geschützte Tagfalter wie Rostbraunes Wiesenvögelchen fühlen sich hier ebenso wohl wie seltene Heuschrecken. Blauflügelige Ödlandschrecke, Warzenbeißer und Westliche Beißschrecke geben zirpend den Ton an. Die Tiere leben in einem Blumengarten aus Sand-Grasnelke, Heidenelke und Berg-Sandglöckchen.

Beim Abschlussessen waren die Esel Milli und Sternchen sowie die Burenziegen Attraktionen für Jung und Alt. Der BUND Naturschutz bedankt sich ganz herzlich für den fantastischen Einsatz des Friedensweges, der sicher weit über das Stadtgebiet Vorbildfunktion hat.

Fotos: Fabian Bläse (St. Markus)