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Schutz für Linde am Klinikum!

Anfang Januar sollen am Klinikum Nord mehrere Bäume gefällt werden. Der BUND Naturschutz fordert insbesondere den Schutz einer mächtigen Linde.

Pressemitteilung vom 21. Dezember 2020

36 Bäume sind am Klinikum Nord im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen beseitigt worden. Die Fällung von zwei großen Bäumen und von einem abgestorbenen Biotopbaum wurde Anfang 2020 zurückgestellt.

Mit knapp über 300 cm Stammumfang in einem Meter Höhe gehört die Winterlinde (Tilia cordata) am Klinikum Nord schon zu den ganz großen Stadtbäumen. Die Fällung hat die Stadt Nürnberg aber leider schon mit ihrem Bescheid von 18.10.2019 genehmigt. Angeblich wird der Platz für die anstehenden Baumaßnahmen benötigt. Der BUND Naturschutz ist der Meinung, dass solche Baumriesen bei einer Bebauung immer berücksichtigt und geschützt werden müssen. Der Naturschutzverband fordert daher den Erhalt und die Ausweisung zum Naturdenkmal. Von Alter (über 250 Jahre!), Größe und Umfang ist es der Baum sicher wert, hier aufgenommen zu werden. (In Nürnberg gibt es zurzeit 100 Naturdenkmale, zumeist Bäume, darunter einige Linden.)
„Es bringt ökologisch und klimapolitisch wenig, tausende kleiner Baumsetzlinge im Wald zu pflanzen und große Stadtbäume vorschnell aufzugeben“, mahnt Oliver Schneider vom BN-Arbeitskreis „Bäume in der Stadt“.

Neben der Linde stehen noch ein alter Spitzahorn (Stammumfang 222 cm) und ein großer Totholzbaum (Stammumfang 213 cm) mit Fledermausquartier zur Fällung vor Haus 37 an. Auch abgestorbene Biotopbäume stehen eigentlich unter Naturschutz. Aus Sicht des BN müsste hier dringend von einer Fachfirma geprüft werden, ob es sich bei dem Stamm aktuell um einen Habitatbaum handelt.

Der BUND Naturschutz fordert das Klinikum dringend auf, die geplanten Fällungen abzusagen. Eine konkrete Planung ist bisher nämlich gar nicht bekannt. Die Prämisse lautet ausschließlich „Baufeldfreimachung“. „Vielleicht könnte wie bei der Eiche an der Eichendorffstraße die Planung geändert werden“, wünscht sich BN-Vorsitzender Dr. Otto Heimbucher. „Von den geplanten Ersatzpflanzungen kann erst Anfang des nächsten Jahrhunderts wieder ein Baum in dieser Größe nachwachsen.“

Pressemitteilung als PDF zum Download