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Mildes Wetter – In Nürnberg gehen die Amphibien auf Wanderschaft

Aufgrund des milden und feuchten Wetters gehen vielerorts die ersten Amphibien auf Wanderschaft – auch in Nürnberg. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen sie oftmals Straßen überqueren. Die BN-Kreisgruppe Nürnberg stellt daher zwei Schutzzäune am Dutzendteich und an den Stockweihern bei Weiherhaus auf. Die größte Mitmachaktion des BUND Naturschutz rettet jährlich bis zu einer halben Million Amphibien das Leben.

Pressemitteilung vom 27. Februar 2026

Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs und laufen Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. In diesen Wochen sind wieder Ehrenamtliche der BN-Kreisgruppe Nürnberg an Straßenrändern unterwegs, bauen Amphibienzäune auf und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Mitte April muss man mit wandernden Amphibien rechnen. „Unsere Helfer*innen sind in aller Früh oder am späten Abend unterwegs und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Arten in Bayern“, so Wolfgang Dötsch von der BN-Kreisgruppe Nürnberg.

Deshalb ist jede Hilfe wichtig: Wer die Kreisgruppe des BN unterstützen will, wendet sich bitte an Wolfgang Dötsch, Tel. 0911/45 76 06 oder E-Mail: info@bund-naturschutz-nbg.de.

Um die Amphibien vor dem Straßentod zu schützen, helfen in ganz Bayern insgesamt etwa 6.000 Freiwillige und retten jährlich bis zu 500.000 Amphibien. Dort, wo sichere Durchgänge fehlen, werden Schutzzäune an Straßen aufgebaut. Kröten, Frösche und Molche wandern am Zaun entlang und fallen dann in die Fangeimer, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt sind. Die Amphibienretter leeren oft mehrmals täglich die Eimer, notieren die gefundenen Tiere und tragen die Lurche anschließend über die Straße. Dadurch können die Daten gut mit denen der Vorjahre verglichen werden. 

„In den letzten Jahren kommen von unseren Aktiven aus ganz Bayern alarmierende Signale. An den meisten Übergängen werden selbst Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch weniger. Wir mussten unsere Amphibienschutzaktion zwischen Katzwang und Kornburg aufgeben, da praktisch keine Tiere mehr die Straße überquert haben“, erklärt Wolfgang Dötsch. „Der Grasfrosch war bereits etliche Jahre vor Ende der Aktion komplett verschwunden. Im Volkspark Dutzendteich wandern aber immer noch viele Tiere und wir haben vielleicht sogar einen leichten Anstieg aufgrund der Schutzmaßnahme.” 

Der BN bittet alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. „Jeder sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und sein Fahrtempo freiwillig auf Straßen reduzieren, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Nicht nur wegen der Lurche, sondern auch für die Helfer*innen, die am Straßenrand Tiere einsammeln“, so der BN-Naturschutzexperte.