Platnersberg-Park gerettet – ein großer Erfolg für den Naturschutz!
BUND Naturschutz setzt bei seiner Jahreshauptversammlung Schwerpunkte auf Baumschutz und Erhaltung des Knoblauchslands
Pressemitteilung vom 29. April 2026
Auf der Jahreshauptversammlung des BUND Naturschutz Nürnberg am 28.04.2026 zog der Naturschutzverband kämpferisch eine positive Jahresbilanz. Immer mehr Gruppen und Aktive in den Stadtteilen setzen sich vehement für Natur- und Umweltschutz ein.
Der 1. Vorsitzende Klaus-Peter Murawski konnte zu Beginn den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion und Ehrenvorsitzenden des Nürnberger BN, Dr. Otto Heimbucher, Herrn Stadtrat Marc Schüller von der Ökologischen Fraktion und den mittelfränkischen Bezirksvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen, Herrn Florian Tischler, begrüßen.
Rettung für alte Eichen
In seinem Jahresbericht hob Murawski als wichtigsten Erfolg für den Naturschutz die Vereinbarung von CSU und SPD hervor, am Platnersberg keinen Neubau eines Pflegeheims zu errichten. Wie der BN schon lange gefordert hatte, sollen nun ausschließlich die bestehenden Gebäude der Senioren-Wohnanlage zu renoviert werden.
Damit ist dieser schöne Park mit den ältesten Bäumen Nürnbergs, den Bäreneichen, gerettet! Murawski bedankte sich bei Stadtrat Dr. Otto Heimbucher für seine Initiative.
Schutz für Kiebitz und Rebhuhn!
In Wetzendorf steht demnächst die Hauptverhandlung im Normenkontrollverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München an. Eine Entscheidung des VGH im Sinne des BN würde die Rettung dieser wertvollen Knoblauchsländer Kulturlandschaft mit ihren bedrohten Bodenbrütern wie Kiebitz und Rebhuhn bedeuten.
Klaus-Peter Murawski erneuerte den Aufruf des BN, sich am Bürgerentscheid gegen den geplanten Ausbau des Frankenschnellwegs zu beteiligen und kündigte eine umfassende telefonische Mobilisierung der Nürnberger Mitgliedschaft an.
Keine Rodung an der Stadenstraße!
Als neuen Tiefpunkt in der Missachtung wertvollen Baumbestands durch eine Mehrheit von SPD, Die Linke, Bündnis90/Die Grünen und Freier Allianz im SöR-Werkausschuss geißelte Murawski deren Beschluss, 250 alte und sehr wertvolle Bäume an der Stadenstraße zu fällen. Der BN forderte, die Bäume vor dem Kahlschlag durch den Ausbau dieser Straße in Erlenstegen zu retten. CSU und Ökologische Fraktion hatten einen Antrag auf Prüfung des Alternativvorschlags eingebracht. Die letzte Hoffnung auf Rettung dieser artenreichen Bäume ruht jetzt auf dem neuen SöR-Chef und 2.Bürgermeister Andreas Krieglstein.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich, dass es in Nürnberg keine Trendwende zum besseren Baumschutz und zur Erhaltung von Grünflächen und Wäldern gibt. Der BUND Naturschutz will daher auch den Schwerpunkt seiner zukünftigen Arbeit auf die Bewahrung alter Bäume setzen. Zusätzlich sollen die wertvollen Kulturlandschaften des Stadtgebiets mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt in den Fokus gerückt werden. Das Knoblachsland steht hier an erster Stelle.




