SandAchse wächst - neues BN-Biotop
Ein Biotop für Rebhuhn und Zauneidechse - BN kann neues Biotop in der SandAchse Kornburg erwerben. Über 78.000 Quadratmeter sandige Natur
Pressemitteilung vom 25. Juni 2026
Größtes ehrenamtliches Naturschutzprojekt
Die Sand Achse Kornburg ist das größte ehrenamtliche Naturschutzprojekt der Nürnberger Stadtgeschichte. Für über 450.00 Euro Spenden und Fördergelder konnte der BUND Naturschutz dort in den letzten 25 Jahren Flächen ankaufen und zu wertvollen Lebensräumen entwickeln. Insgesamt sechs größere Einzelbiotope gruppieren sich um den Stadtteil.
Blühflächen für Insekten
Heute gedeihen zigtausende seltener Sand-Grasnelken und Bergsandglöckchen wo früher Intensiväcker die Landschaft prägten. Auch Dutzende anderer seltener Tier- und Pflanzenarten kann man hier beobachten. Die Blauflügelige Ödlandschrecke, das Wappentier der SandAchse, lebt hier ebenso wie der noch seltenere Warzenbeißer. Über 20 Heuschreckenarten kommen hier insgesamt vor und 35 Tagfalterarten – eine für Nürnberg fast einzigartige Artenvielfalt. “Der BUND Naturschutz zeigt, wie man echte Blühflächen für Insekten gestaltet,” erläutert BN-Biologe Wolfgang Dötsch. “Wir haben hier nicht nur viele seltene Arten, sondern auch eine enorme Biomasse.”
Gehölzsaum für Bodenbrüter und Eidechsen
Neben den Insekten kann man in den Sandbiotopen jedoch auch größere Tiere beobachten. Insbesondere Bodenbrüter, wie Heidelerche, Wachtel und Rebhuhn nutzen die Magerrasen. Daneben sind Zauneidechsen häufig. Diesen Tierarten fehlt aber in den offenen Blühflächen und Wiesen oft die Deckung, die sie als Schutz brauchen. Gehölzgruppen, Hecken und Waldsäume stellen daher sichtige Ergänzungen im Konzept der SandAchse Kornburg.
Zur Jahreswende konnte der Naturschutzverband eine weitere wichtige Biotopfläche erwerben. Der schmale Waldsaum von etwa 4.000 Quadratmetern Größe grenzt unmittelbar an eine vorhandene Blühfläche des BN. Er soll vor allem Zauneidechsen und Rebhühnern Verstecke bieten.
Großzügige Förderung
Unterstützt wurde der Ankauf vom Rotary Club Nürnberg, der Zukunftsstiftung der Sparkasse und der Babette Hirschmann-Stiftung bei der UniCreditBank. Auch etliche ehrenamtliche Spender haben Ihren Beitrag geleistet. Wie bei vielen Ankaufsvorhaben innerhalb der SandAchse war auch der Bayerische Naturschutzfonds (BNF) Förderer. Die Naturschutzbehörden der Stadt Nürnberg und bei der Regierung von Mittelfranken unterstützten das Vorhaben ebenfalls. “Wir bedanken uns ganz herzlich für die sehr großzügige finanzielle und tatkräftige Hilfe,” erläutert die stellvertretende BN-Vorsitzende Jeannette Rupprecht. “Unser Projekt zeigt eindrucksvoll die Bedeutung und die große Wertschätzung für den aktiven Naturschutz.”
Infotafel zu Vögeln
Mit den Fördergeldern wird nun auch das Konzept aller Infotafeln vor Ort erneuert und überarbeitet. Bei dem Pressetermin wurde deshalb eine neue Schautafel zum Thema Bodenbrüter eingeweiht. Dr. Michael Schminke vom Rotary-Club, Daniela Böhm, Filialdirektorin der UniCreditBank und Dr. Michael Kläver, Vorstandsmitglied der Sparkasse legten beim Aufbau Hand an. Die stellvertretende BN-Vorsitzende, Jeannette Rupprecht schildert den Zusammenhang: “Mit dem Insektensterben ist auch die Zahl der Vögel in der Kulturlandschaft massiv zurückgegangen. Viele Vogelarten brauchen zumindest für die Aufzucht der Küken Kleintiere als Nahrung. Unsere Blühflächen sind daher auch der beste Vogelschutz. Sogar der Neuntöter findet hier ausreichend große Insekten.”
Bei einem kurzen Spaziergang im Anschluss stellte Wolfgang Dötsch, besondere Tiere und Pflanzen der SandAchse im Biotop vor.
Spenden für Erweiterung der SandAchse!
Der BUND Naturschutz bittet auch um weitere Unterstützung des Projekts. Mehrere weitere Flächen sollen demnächst angekauft werden oder sind in Planung. Unter dem Stichwort “Spende Flächenkauf” kann man der SandAchse Kornburg helfen:
IBAN DE75 7605 0101 0001 0085 51, BIC SSKNDE77, Sparkasse Nürnberg
Alle Spenden sind steuerlich absetzbar.
“Wir können die Erfolgsgeschichte der SandAchse weiterschreiben und eine für Nürnberg einzigartige Naturlandschaft schaffen,” gibt BN-Biologe Wolfgang Dötsch als Ausblick. “Dafür brauchen wir die Unterstützung vieler Bürger und Förderer. Unser Projekt zeigt, dass man mit entsprechenden Mitteln enorm viel für den Artenschutz leisten kann.”







