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Für die Spätblüher, gegen den Müll: Herbstputz auf dem Kopernikusplatz

Viele Pflanzen schätzen eine wärmende Laubschicht für den Winter. Doch den Spätblühern erschwert zu viel Laub das Wachstum, da nicht mehr so viel Licht an sie herankommt. Vier der ehrenamtlich tätigen Beetpatinnen und -paten gingen deshalb in die insular angelegten Beete auf dem Kopernikusplatz in der Nürnberger Südstadt und machten sie fit für den Rest des Herbsts und den beginnenden Winter.

09.12.2020

Mit Rechen ausgestattet konnten die fleißigen Helfer viele Pflanzen unter der 30 cm hohen Laubschicht freilegen. Und in der Tat fanden sich darunter erstaunlich viele farbenfrohe Blütenkelche, die nur auf die Sonne warteten, wie der Natternkopf, der blutrote Storchschnabel oder die Taubenskabiose. Da der Baumbestand auf dem Kopernikusplatz hauptsächlich aus Platanen besteht, würde es auch recht lange dauern, bis die äußerst festen Blattstrukturen der Platanenblätter als Humus in die Erde übergehen.

Doch nicht nur das Laub musste entfernt werden. Durch seine Lage in einer Fußgängerzone sammelt sich leider viel Abfall in den Beeten des Kopernikusplatzes. Mit Müllgreifern konnten Glasflaschen, Verpackungen, Einwegbecher und Folien aus dem Laub geborgen und entsorgt werden. Das war für die Beetpatinnen und -paten besonders bedrückend, weil grundsätzlich ausreichend viele Mülleimer auf dem Kopernikusplatz vorhanden sind. Außerdem zeigte es sich wieder einmal, dass Folien zwar in Einzelteile zerfallen, diese aber nur schwer aus der Natur zu entfernen sind und Rückstände im Boden verbleiben.

Nach vier Stunden Arbeit wurden die mächtigen Laubhaufen vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) abgeholt. Zurück blieb ein sauberer, ansehnlicher und blühender Naturraum inmitten der Stadt.

Unsere Pressemitteilung zum Thema finden Sie hier.

Fotos: Rainer Edelmann