Merianin mit allen Sinnen – Rezepttipp für einen Merianin-Kuchen mit allerlei Früchten
Maria Sibylla Merian (1647-1717), die Schirmherrin des Projekts Merianin 2018+, verdient es, mit allen Sinnen erlebt zu werden. In dem auf ihrer großen Surinamreise entstandenen Meisterwerk über surinamische Insekten erklärt sie ihrem zeitgenössischen Publikum, wie die damals neuartige Frucht „Ananas“ schmeckt: „Der Geschmack dieser Frucht ist, als ob man Trauben, Aprikosen, Johannisbeeren, Äpfel und Birnen miteinander vermengt hätte, die man alle gleichzeitig darin schmeckt. Ihr Geschmack ist lieblich und stark. Wenn man sie aufschneidet, so riecht das ganze Zimmer danach.“
Passend dazu hat Margot Lölhöffel ein fantasievolles Merianin-Rezept kreiert. Seit der Weihnachtsbäckerei gibt es auch eine Wintervariante des Merianin-Kuchens: Rührteig (statt Hefeteig) in Kranzform (statt Backblech), kleingeschnittene und eingeweichte Trockenfrüchte (statt frischer Früchte) in den Geschmackskomponenten der Merianin in ihrem Vergleich mit Ananas. Wer keine getrockneten Johannisbeeren findet: Als Ersatz eignen sich Cranberries. Unverändert bleibt wie bei der Sommervariante als i-Pünktchen ein Zahlstocher auf jedem Kuchenstück mit einem Stückchen frischer Ananas zum Geschmacksvergleich.
Margots Versuchsanordnung
Das Rezept benötigt nur einen ganz normalen Hefeteig mit Streuseln für ein Backblech und die fünf im Vergleich der Merianin genannten Fruchtsorten sowie Ananasstückchen zum Verzieren.
Zutaten
Hefeteig
30 g Hefe für den Vorteig, 500 g Mehl, ¼ l Milch, 60 g Zucker, 90 g Margarine, 2 Eier, Vanille, eine Prise Salz, nach Belieben etwas verfeinert mit Lebkuchengewürz und pulverisierten Orangenschalen
Belag
kleingeschnittene Früchte von allen fünf in der Beschreibung genannten Sorten, bestreut mit Gelierzucker
Streusel
150 g Mehl, 150 g Zucker, 100 g Butter, Vanille, eine Prise Salz, nach Belieben gemischt mit Mandelblättchen
Backzeit
35-45 Minuten bei 190 °C
Die fertigen Kuchenstücke mit je einigen Ananasstückchen garnieren (diese wegen längerer Haltbarkeit vorher eventuell kurz mit Gelierzucker erhitzen).
Guten Appetit!




