MenuKreisgruppe Nürnberg StadtBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Sonnenschein, Schafe und Sand

Beim Umweltaktionstag der Religionen wurde eine Blühfläche des BUND Naturschutz gepflegt. Über 60 Personen aus zahlreichen Gemeinden halfen mit.

04.11.2019

Einsatz für Heidenelke

Im Arbeitskreis Friedensweg der Religionen treffen sich Christen und Muslime der Südstadt zu Dialog und Kooperation. Seit zehn Jahren veranstalten sie mit dem BUND Naturschutz den Umweltaktionstag der Religionen.

Auch 2019 trafen sich die Gemeinden wieder auf den großen Kornburger Biotopen des Naturschutzverbandes. Über 70.000 Quadratmeter hat der BUND Naturschutz hier erworben und überwiegend als Blühflächen angelegt. Diese „Prärie” ist trittfest und gut für einen Aktionstag geeignet. Gemeinsam wurde dabei ein kleines Biotop mit Sensen gemäht. Dann sammelten die Aktiven das Mähgut mit Rechen und Heugabeln. Heckensträucher wurden zurückgeschnitten, damit seltene Kräuter nicht im Schatten kümmern. Monika Krumbach von der BN-Ortsgruppe leitete persönlich Südstadtkinder beim Heckenschnitt an. Dank der schonenden Pflege gedeihen hier unzählige geschützte Blumen, wie Sand-Grasnelke, Berg-Sandglöckchen und Heidenelke.

Rekordbeteiligung

2019 konnte bei sommerlichem Oktoberwetter wieder eine Rekordbeteiligung verzeichnet werden. Über 60 Teilnehmer fanden den Weg zu gemeinsamer Aktion und Begegnung. Pfarrerin Silvia Wagner (St. Markus) nahm mit einer großen Gruppe von Kofirmanden aus den Südstadtgemeinden teil. So erlebten die Jugendlichen Naturschutz hautnah. Weitere wichtige Kooperationspartner sind das Begegnungszentrum Brücke/Köprü und die Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ). Ein Streichelzoo mit Ziegen und Eseln war dabei  natürlich zusätzliche Attraktion.

Beim gemeinsamen Biotop-Picknick wurden dann Kontakte geknüpft und gefestigt. Die Ahmadiyya-Gemeinde stellte dafür dankenswerterweise ein Mittagessen nach typsich indischem Rezept. Für Jung und Alt war diese Form der Begenung wieder ein ganz besonderes Erlebnis abseits der eingefahrenen Wege. Und im Nebeneffekt entstand eine wunderschöne Blumenwiese. Kann es ein lebendigeres Zeichen für Frieden und Dialog geben?

Fotos: Salvatore und Dr. Uwe Grassmé (Kirchengemeinde St. Markus)