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Fünf Jahre kein „Erster Spatenstich“ für die Flughafen-Nordanbindung

Am 8. September 2008 wollte der damalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein symbolisch den Bau der Nordanbindung starten. Das seit Herbst 2007 aktive Bündnis „Nein zur Flughafen-Nordanbindung“ konnte jedoch beim ersten Erörterungstermin im Juni 2008 so viele gravierende Mängel im Planungsverfahren (insbesondere in Fragen der Hydrogeologie) aufzeigen, dass die Unterlagen nachgebessert und erneut ausgelegt werden mussten. Nach dem zweiten Erörterungstermin erfolgte zwar im Februar 2012 der Planfeststellungsbeschluss, jedoch unter den aus der Presse bekannten Auflagen, vorher eine Lösung für das Problem der Löschmittelrückstände (PFT) zu finden.

Bürgerfest mit fröhlichem Spatenbegräbnis am 8. September 2013

Seither sind nun mehr als fünf Jahre ohne Spatenstiche und auch ohne Bagger, Planierraupen und Tunnelbohrmaschinen vergangen. Um diesen Etappensieg zu feiern, aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass die Nordanbindung keineswegs vom Tisch ist, hatte das Bündnis „Nein zur Flughafen-Nordanbindung“ am 8. September 2013 – dem fünften Jahrestag des ausgefallenen ersten Spatenstichs – zum fröhlichen Spatenbegräbnis eingeladen. Im Laufe des Tages kamen insgesamt ca. 300 Gäste zum Festplatz beim ASV Buchenbühl. Infostände aller unterstützenden Verbände und Parteien, Fotos über Schönheit und Zerstörung des Reichswalds des bekannten Nürnberger Fotografen Herbert Liedel, Fahrten mit der Pferdekutsche oder dem Velotaxi zur geplanten Trasse, Baumbegegnungen, symbolische Patenschaften für die von der Fällung bedrohten Bäume, Führungen mit den Schwerpunkten Flora und Fauna bzw. bauliche Maßnahmen und stimmungsvolle Musik von den Erbsenbodenmusikanten, Kurt-Jürgen Bär am Akkordeon sowie der Karin Sand New Orleans Brass Band sorgten für viel Abwechslung und gute Unterhaltung.

Der BN- und BUND-Vorsitzende Hubert Weiger als Festredner dankte dem Bündnis für seinen Einsatz und ermunterte die Aktiven, nicht aufzugeben, denn sie setzten sich für das Gemeinwohl ein und nicht nur für ihre persönlichen Interessen. Auch werde der BUND Naturschutz die Möglichkeiten, mit der eingereichten Klage durch alle Instanzen zu gehen, voll ausschöpfen.

Höhepunkt des Fests war die symbolische Beerdigung des Spatens, mit dem vor fünf Jahren der erste Spatenstich zum Bau der Nordanbindung erfolgen sollte. Begleitet von fröhlichen Klängen bewegte sich der Trauerzug vom Festplatz durch den Wald zur geplanten Trasse. In seiner „Grabrede“ betonte Claus Bößenecker die Hoffnung, die Nordanbindung bald auf politischem Weg zu verhindern. Der beerdigte Spaten wurde übrigens wieder ausgegraben und seiner gartenmäßigen Verwendung zugeführt. Eine Gedenktafel weist auf den Ort hin: „Hier ruhe ewiglich der Spaten ohne 1. Stich.“

Nürnberger Faschingsumzug 2009

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