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Tafel 14: Rotbuche

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) gehört zu den Laubbäumen. Das Verbreitungsgebiet konzentriert sich hauptsächlich auf (Mittel-)Europa. Zugleich ist sie die in Deutschland am häufigsten vorzufindende Baumart, denn der größte Teil Deutschlands ist mit Buchenwäldern oder Buchenmischwäldern bedeckt. Der Anteil an der gesamten bewaldeten Fläche beträgt immerhin etwa 14 %. 

Noch heute hat die Rotbuche in regionalen Landschaften wie dem Steigerwald oder der Frankenalb große Vorkommen. Im Reichswald fehlte die Rotbuche aber lange Zeit weitgehend, obwohl Flurnamen wie „Buchenbühl“ und „Buchenklinge“ noch auf ihr einstiges Vorkommen hinweisen. Erst im Zuge des naturnahen Waldumbaus wurden wieder größere Mengen an Buchen angepflanzt.

Die Rotbuche bevorzugt gut durchwurzelbare sowie kalk- und mineralstoffreiche Böden. Dabei meidet sie trockene und nasse Standorte. Zum Gedeihen braucht die Rotbuche eine Jahresdurchschnittstemperatur von mindestens 8°C sowie eine Jahresniederschlagsmenge von über 650 mm.

Diese Baumart ist schattentolerant, was mit zunehmendem Alter jedoch abnimmt. Diese Eigenschaft bietet allerdings die Möglichkeit, andere Arten zu verdrängen. 

Das maximal erreichbare Alter beläuft sich auf etwa 250 bis 300 Jahre, wobei der Baum bis zu 40 Meter an Höhe erreichen kann.

Die Rinde der Rotbuche ist an jungen Zweigen relativ glatt und dunkel, die Helligkeit nimmt aber mit fortschreitendem Alter – im Gegensatz zu vielen anderen Bäumen wie der Douglasie – zu. Am Stamm ist diese meist grau bis hellgrau, charakteristisch sind die Längsrillen und die Tatsache, dass die abgestorbene Rinde meist nicht abschuppt, sich also in Teilen löst, sondern zu feinem Staub zerfällt.

Die Blätter sind eiförmig. Die gewellten Blattränder laufen in einer kurzen Spitze zusammen, die Unterseite ist fein behaart.

Die Samen des Baums sind die so genannten Bucheckern, welche immer zu zweit in einer fransigen Fruchthülle sitzen. Diese Samen enthalten den leicht giftigen Stoff Fagin.

Das harte Holz der Buchen hat einen leichten Rotton, ist aber vor allem durch die feine und gleichmäßige Struktur sehr gefragt in der Möbelherstellung oder als Parkettboden. Auch viele Alltagsgegenstände wie Kochlöffel, Wäscheklammern und Eisstiele werden noch aus Buchenholz hergestellt. Zudem besitzt das Rotbuchenholz einen höheren Brennwert als andere vergleichbare Bäume, aus diesem Grund wird die Buche oft als Brennmaterial gefällt.