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Tafel 11: Roteiche

Vorkommen

Die Roteiche (Quercus rubra) ist eine in den nördlichen Zonen von Nordamerika beheimatete Laubbaumart. Sie gehört zur Gattung der Eichen (Quercus) und wird auch amerikanische Spitzeiche genannt. Offiziell ist sie der Staatsbaum des US-Bundesstaats New Jersey. Dennoch wird sie seit über hundert Jahren auch in Mitteleuropa forstlich verwendet. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Ersatz für die einheimischen Eichenarten angepflanzt, da diese stark unter Insektenfraß litten. Die Roteiche verbreitete sich schnell, weil sie resistenter gegen Schädlinge, schattenverträglicher und zuwachsstärker ist. Dennoch ist sie lichtbedürftig und gegen Früh- und Spätfröste empfindlich. Ansonsten stellt die Roteiche wenige Ansprüche an den Boden und gedeiht am besten auf frischen, mineralstoffreichen Böden.

Auch im Reichswald wurde die Roteiche an vielen Stellen gezielt angepflanzt. Heimischen Insekten bietet sie jedoch kaum Nahrung und das Laub verrottet sehr langsam. So ersticken in Roteichenforsten die meisten Bodenpflanzen unter der Laubdecke. Diese Forste gelten daher als Paradebeispiel für artenarme Monokulturen. Der BUND Naturschutz fordert deshalb, Roteichen gezielt aus den heimischen Wäldern zu verdrängen.

Aussehen

Die Roteiche erreicht eine Höhe von 35 Metern und ein Höchstalter von 500 Jahren. Sie blüht Ende Mai, dann hängen die Blüten in lockeren gelbgrünen Kätzchen. Außerdem ist ihr Holz nicht so fest und dauerhaft wie das der heimischen Stiel- oder Traubeneiche. Die Frucht ist kurz gestielt und hat einen  flachen Becher. Am „Indian Summer“  in Nordamerika ist die Roteiche mit ihrem rotem Herbstlaub markant beteiligt.