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Tafel 26: Schwarzerle

Die Schwarzerle (Alnus glutinosa), die in Europa sehr stark verbreitet ist, kann eine Höhe von fast 30 Metern erreichen und bis zu 120 Jahre alt werden. Damit zählt sie zu den eher kurzlebigen Baumarten. Ihre Blätter sind dunkelgrün, 5 bis 10 cm lang und haben einen leicht gesägten Rand. Die Knospen sind rotbraun gefärbt und lang gestielt. Das unterscheidet sie von allen anderen Laubbäumen, die keine gestielten Knospen haben.

Die Erle blüht im März/April zwei bis vier Wochen. Dabei trägt sie männliche Kätzchen, die bei der Blüte gelbgrün gefärbt sind und bis zu 12 cm groß werden, sowie kleine schwarz gefärbte Zäpfchen als weibliche Blüten. Sie ist damit auch der einzige Laubbaum, der Zapfen ähnlich den Nadelbäumen ausbildet. Die Früchte sind Nüsschen, die von September bis Oktober reifen und von Februar bis März abgeworfen werden. Die Rinde der Schwarzerle ist anfangs noch grünlich-braun und wird mit der Zeit bräunlich-grau bis schwarz.

Die Schwarzerle bevorzugt sehr feuchte Böden wie an Bächen, Flüssen oder Teichen. Kein anderer heimischer Baum kann so nahe und so tief im Wasser wachsen. Der Mineralstoffgehalt des Bodens spielt dabei für sie nur eine untergeordnete Rolle.

Ohne forstliche Entwässerungsmaßnahmen wie am Brandgraben wäre auch die Erle im Reichswald deutlich stärker verbreitet. Man schätzt, dass bis zu ein Fünftel der Reichswaldfläche von Erlenwäldern bedeckt wäre. Derartige Wälder nennt man Erlenbruch.