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Tafel 5: Sommerlinde

Vorkommen

Die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) liebt die Wärme, deshalb ist sie in West-, Mittel-, Süd- und Südosteuropa bis in die Ukraine, zum Kaukasus und Kleinasien weit verbreitet. Ihr Name bezieht sich also nicht auf die Jahreszeit, sondern auf die Verbreitung. Im Reichswald sind Sommerlinden nur selten zu finden. Viel häufiger sind sie in Parkanlagen und Grünflächen gepflanzt.

Größe und Aussehen

Die maximale Höhe der Sommerlinde beträgt ungefähr 35 Meter.

Der Stammdurchmesser überschreitet selten mehr als fünf Meter und das geschätzte Höchstalter liegt bei bis zu 1.000 Jahren. Damit zählt die Sommerlinde zu den ältesten Bäumen Europas.

Lindenblätter sind kerbig gesägt, herzförmig und vorne zugespitzt. Sie werden zwischen 5 und 15 cm lang. Im Kronenbereich sind die Blätter etwas kleiner. An den Oberseiten sind sie stumpfgrün und an den Unterseiten heller, graugrün mit hellen weißlichen Haarbüscheln. Diese befinden sich in den Gabelungen der „Blattadern“, also des Leitgewebes.

Die Knospen sind eiförmig, seitlich etwas zusammengedrückt, 6 bis 8 mm lang und meist zugespitzt.

Die Sommerlinde blüht fast jährlich im Juni.

Das Holz der Sommerlinde ist elastisch, zäh, leicht spaltbar und trocknet schnell. Deshalb ist es gut zu bearbeiten und wird in der Bildhauerei und Tischlerei verwendet.

Unterschiede zur Winterlinde

Typisch ist die Blattbehaarung: Die Blätter der Sommerlinde sind rundum behaart, die der Winterlinde sind dagegen oberseits und am Stiel kahl.

Kulturelle Bedeutung

Linden haben eine besondere kulturelle Bedeutung, denn sie standen im Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Sie dienten als Platz des Dorftanzes und als Treffpunkt der Liebenden. Symbolisch stehen sie für Frieden und Freundschaft und Treue.