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Tafel 22: Weißtanne

Die Weißtanne (Abies alba) ist eine aus Europa stammende Nadelbaumart aus der Familie der Kieferngewächse. Sie kann bis zu 600 Jahre alt werden. Aufgrund von Luftverschmutzung und Wildverbiss hat der Bestand an Weißtannen in den letzten 200 Jahren stark abgenommen. Zudem wird die Fichte im Waldbau bevorzugt.

Die Weißtanne erreicht eine Höhe von 30 bis 50 Metern bei einem Durchmesser von zwei Metern. In Ausnahmefällen kann eine Höhe von bis zu 65 Metern erreicht werden und ein Durchmesser von 3,8 Metern. Die Nadeln sind bis zu drei Zentimeter lang und 3 Millimeter breit. Die Nadeloberseite ist dunkelgrün, die Nadelunterseite blassgrün. Die Borke von jungen Bäumen ist glatt und hellgrau mit kleinen Harzblasen, wohingegen Weißtannen ab einem Alter von 40 bis 60 Jahren eine weiß- bis dunkelgraue Schuppenborke besitzen. Diese Schuppen sind 3 bis 8 Millimeter stark und die Innenseite ist rötlich-braun.

Das Holz der Weißtanne wird vor allem zur Herstellung von Faserplatten, Kisten, Masten, Möbeln, Paletten, Sperrholz und Spanplatten sowie als Rohstoff für die Zellstoff- und Papierindustrie verwendet. In der mittelalterlichen Kräutermedizin galt die Weißtanne als Symbol der Kraft, weswegen vor allem die Nadeln, Zapfen, Samen sowie das Harz benutzt wurden, um Krankheiten wie Rheuma zu heilen. Das Harz wurde zur Wundheilung verwendet. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde sogenanntes „Tannenbier“ gegen Skorbut verabreicht.