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Pressemitteilung 16/2006

Willkommen wilde Katze!

Auf leisen Pfoten erobert die Wildkatze Deutschlands Wälder. Jahrhunderte lang erbarmungslos verfolgt, kann der scheue Jäger dank aktiver Hilfe des Bund Naturschutz wieder hoffen.

Eine Ausstellung im Naturkundehaus des Tiergartens stellt noch bis 10. September dieses zentrale Artenschutzprojekt des Naturschutzverbandes vor.

Bär Bruno hat unsere heimischen Großtiere mit einen Paukenschlag wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Dass die Rückkehr ausgerotteter Wildtiere deutlich leiser und unproble-matischer verlaufen kann, zeigt die Wildkatze (Felis sylvestris sylvestris).

Mit ihrem gedrungenen Körper, dem buschigen Fell und dem kurzen Schwanz unterscheidet sie sich nur etwas von der Hauskatze. Ihr scheues Verhalten verliert sie aber auch in Gefangenschaft nie und wird daher kein Stubentiger.

Heimisch ist sie eigentlich in den Mittelgebirgen und den unteren Lagen der Hochgebirge. Sie liebt Wälder mit sonnigen Hängen, mit Waldwiesen und Lichtungen. Dort findet sie ihre Hauptnahrung, kleine Nagetiere. Nur im Harz, im Hunsrück und in der Eifel konnten sich nach der intensiven Verfolgung noch kleinere Gruppen halten. Doch trotz strengen Schutzes seit 1934 erholten sich die Bestände kaum. Wilderei und der boomende Straßenverkehr forderten schwere Opfer.

So blieb der Freistaat auch Jahrzehnte nach der Unterschutz-stellung katzenfreie Zone. Seit 1984 setzt daher der Bund Naturschutz in Bayern Wildkatzen aus. Hessen und Thüringen haben ähnliche Schutzprogramme. Denn nur länderübergreifend kann man die anspruchsvollen Tiere effektiv fördern.

Wer die heimlichen Minitiger ins Herz geschlossen hat, kann  auch beim Bund Naturschutz eine Wildkatzenpatenschaft abschließen. Ab 2,50 € im Monat erhält man dann regelmäßige Informationen über die Fortschritte des Wildkatzenprojekts.