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Pressemitteilung 15/2011

Einweihung des Heilkräutergartens am Hallertor

Pressemitteilung vom 5. August 2011

Bund Naturschutz belebt in Kooperation mit SÖR und dem Umweltreferat den Heilkräutergarten am Hallertor. Seit Anfang des Jahres hat der BN Nürnberg mit freiwilligen Helfern den Garten auf Nürnbergs Stadtmauer wieder instandgesetzt. Zur Einweihung wird auch eine Schautafel mit Informationen zu einigen repräsentativen Pflanzen enthüllt.

Termin: Freitag, den 5.8.2011, um 14:00 Uhr
Treffpunkt: Heilkräutergarten am Hallertor
Anwesend: Dr. Otto Heimbucher und Dr. Doris Heimbucher, Projektleiter Heilkräutergarten, Bund Naturschutz Nürnberg, Dr. Peter Pluschke, Umweltreferent, Karl-Heinz Kubanek, Werkleiter SÖR
Veranstalter: Bund Naturschutz in Bayern e.V., SÖR, Umweltreferat der Stadt Nürnberg

Ob Hippokrates oder Hildegard von Bingen: Die Kenntnisse über die Heilkräfte von Pflanzen sind uralt und in allen Völkern rund um den Globus verbreitet. Bereits der berühmte Gelehrte Paracelsus (1493 – 1541) wusste schon, dass „alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel […] Apotheken“ sind. Mit seinem Heilkräutergarten möchte der BN Nürnberg eine kleine Übersicht über die Welt der Heilkräuter geben. Diese Pflanzensammlung kann aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht vollständig sein. Aber als Einstieg in ein faszinierendes Thema bietet dieses Biotop einen kleinen Anreiz.

Der Heilkräutergarten am Hallertor wurde vor über zehn Jahren von der Firma Bionorica angelegt, um damit für ihre Produkte zu werben. Seit einigen Jahren ist der Garten verwaist und wurde nur mit den notwendigsten Pflegemaßnahmen instandgehalten, was zwangsläufig zu einer Reduzierung der ursprünglichen Artenvielfalt führte. Der Bund Naturschutz Nürnberg übernahm Ende 2010 die Initiative und vereinbarte mit dem Umweltreferat und SÖR eine Wiederbelebung dieses reizvollen Schaugartens auf den historischen Wallanlagen der Nürnberger Altstadt. In diesem Frühjahr wurde die Anlage wieder instandgesetzt. Dabei wurden neue Arten in die bereits bestehende Bepflanzung integriert und mit Bestimmungsschildern versehen. Diese Schilder machen es dem interessierten Laien leichter, sich in der Vielzahl der unterschiedlichen Nutzpflanzen zurechtzufinden. Bei den Pflanzen handelt es sich nicht nur um heimische Arten, sondern auch um solche, die schon seit Jahrhunderten in unseren Breiten als Heil- und Küchenpflanzen verwendet werden. Der Klatschmohn ist dabei ebenso zu finden wie der Eisenhut, der Frauenmantel und der dornige Hauhechel. Der Besucher erfährt Wissenswertes zu der Verwendung der hier gezeigten Pflanzen. Ob Hustensaft, Verdauungsstörung oder Depression: In der Volksheilkunde wurde lange vor Einführung von Aspirin und ähnlichen Medikamenten auf die heilende Wirkung der Pflanze gesetzt. Auch in der heutigen Medizin sind diese Wirkstoffe nicht ganz verschwunden und werden z.B. in der Homöopathie immer noch angewandt.

Der Heilkräutergarten ist jeden Donnerstag in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr besetzt. Wer mehr zum Thema Pflanzen und Naturheilkunde wissen möchte, kann über den Bund Naturschutz Nürnberg auch Führungen buchen. (BN-Kreisgruppe Nürnberg, Endterstraße 14, 90459 Nürnberg, Telefon: 0911/45 76 06, E-Mail: info@bund-naturschutz-nbg.de). Nach einer Sommerpause im August ist die Kreisgeschäftsstelle wieder besetzt und nimmt ab dem 29. August Anfragen entgegen.

Ihr Ansprechpartner für Rückfragen ist Dr. Otto Heimbucher.