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Unterwegs mit Pinsel und Block im Süden

Hanne Schmitt ist eine Frau, die die Natur erleben kann. Was sie auf ihren Bildern festhält, soll nicht nur als Gemälde erhalten bleiben. Aus diesem Grund ist es ihr ein Anliegen, den BUND Naturschutz zu fördern. Sie hat uns 52 ihrer Werke geschenkt, um mit dem Erlös unsere Naturschutzarbeit zu unterstützen.

Viele der Bilder können Sie auch in unserem Büro in der Endterstraße 14 in Augenschein nehmen. 

Sichern Sie sich ein Originalgemälde und spenden Sie dabei für den BUND Naturschutz!

Bei Interesse an einem der Bilder wenden Sie sich bitte an i.treutter[at]bund-naturschutz-nbg.de oder 0911/45 76 06.

Hanne Schmitt – eine Malerin mit Hang zur Natur

Hanne Schmitt ist 1936 in Würzburg geboren. Sie studierte Volkswirtschaft, wobei schon immer sehr viel Kreativität in ihr steckte: Keramiken, Quilts, Gemälde in den verschiedensten Techniken, Mosaike – die Liste ist lang. Die ersten von ihr gefertigten Stockpuppen wurden dann auch gleich in einem Aquarell festgehalten.

Die Tatsache, dass ihre Eltern sich keine Ausbildung zur „brotlosen“ Künstlerin vorstellen konnten, hielt sie nicht davon ab, sich autodidaktisch mit den Künsten auseinanderzusetzen. Ihr didaktisches Talent konnte sie frühzeitig bei von ihr initiierten Schulaufführungen ihrer Töchter mit Erfolg unter Beweis stellen.
Mit ihrem Ehemann Dieter, einem Architekten, hatte sie Gelegenheit, viele Kontakte und Freundschaften – auch ins Ausland – zu knüpfen. So ergaben sich viele gemeinsame Reisen. Nur am Strand in der Sonne zu sitzen war ihr stets zu wenig. Immer faszinierte sie das Andersartige in Flora und Fauna, das mit Stift, Aquarellfarben oder Kreiden sofort festgehalten wurde.

1965 zogen sie von München nach Augsburg. In der zunächst ungeliebten „Provinz“ fühlten sie sich schnell zu Hause und es entwickelte sich ein reger Austausch mit der dortigen Künstlerszene. Über die gemeinsamen Kontakte ins Ausland, wie nach Sizilien und Elba, ergaben sich auch wunderschöne Reisen mit Gelegenheiten zum Malen.

Steine sind ihre Leidenschaft. Sie kann lange am Strand spazierengehen, Steine suchen, die ineinanderpassen und dann daraus Steintürme bauen. Die Steine im Gleichgewicht zu halten ist die besondere Schwierigkeit dabei. In einer Radierung kommt das sehr gut zum Ausdruck: auf kleine Steine folgen große – wichtig ist einzig die passende Form. Im Mittelmeerraum häufig zu finden sind Tafoni, eine besondere Verwitterungsform, die Aushöhlungen in Felsen bildet. So entstehen oft bizarre Formen oder Felsen, die aussehen als hätten sie ein Gesicht (Felsengesicht/Mortigliano/Colle d'Orano/Elba: Steine). Auf wen üben die Küstenlandschaften mit ihren gigantischen Felsen keine Anziehungskraft aus? Hanne Schmitt versteht es, anhand von Farben ihre Stimmung beim Betrachten auszudrücken. Da kommt dann zum Beispiel auch einmal ein Lila ins Spiel, das auf einem Foto nicht abgebildet würde, das die Malerin aber in diesem Augenblick gesehen hat.

Aber es gibt auch Werke, die im Landesinneren entstanden sind, wie die Landschaft bei Pienza, das Feld bei Punta Braccetto, Poggio Ventoso, Flora in Venetien, Grammichele auf Sizilien, die Apfelplantage in Ca Lealtá und als Kaltnadelradierung ein Pinienhain „Pineta“. Das Vorbild vom Baum in Seide steht in den Marken.

Seit 1982 leben die Schmitts in Nürnberg. Hanne Schmitt war über 20 Jahre als Dozentin der Volkshochschule Fürth tätig. In diesem Zusammenhang entstanden Bilder im Stadtpark Fürth, an der Pegnitz bei Fürth oder auch in der Fränkischen Schweiz. Als Linoldruck wurden die Gorillas im Tiergarten (Unikat) Nürnbergs, Orang-Utan in Rot und der schwarze Orang-Utan im Tiergarten mit farbigem Hintergrund festgehalten. Natürlich war sie mit Gruppen ihrer Malkurse „vor Ort“ in Italien - jedes Mal ein künstlerisches und menschliches Erlebnis.

Auch zu Hause findet sie stets Motive, die sie herausfordern. Das Herbstlaub zum Beispiel steht in einer von der Tochter getöpferten Vase. Ebenso farbenprächtig ist der Herbststrauß, die Freesien in Blumen I oder in Blumen II eine Pfingstrose.

Wir besuchten sie in ihrem Haus, das einer Galerie gleicht. Und jedes Bild hat seine Geschichte. Betritt man ihren Wintergarten oder den Garten, dann merkt man, dass auch im Umgang mit den Pflanzen viel Kreativität und Liebe steckt. Den grünen Daumen will sie nicht gelten lassen, denn man sieht ja, was die Pflanzen brauchen und welche es wo aushalten.

Mehr über die Künstlerin erfahren Sie in der Vita von Hanne Schmitt.

Bildergalerie und Mindestgebote