MenuKreisgruppe Nürnberg StadtBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Pressemitteilung 6/2005

Nordbahnhof – grüne Brücke zum Marienberg!

Auf dem brachgefallenen Nordbahnhof soll ein neues Wohn- und Gewerbegebiet entstehen. Der Bund Naturschutz fordert den vollständigen Erhalt der Bahnbrücke über den mittleren Ring, um einen Grünzug zum Volkspark Marienberg zu schaffen.

Wo einst Güterwaggons über die Ringbahn in die Nordstadt rollten, sprießen heute seltene Pflanzen zwischen den Schwellen. Der Nordbahnhof zwischen Nordring und Grolandstraße ist eine von etwa 50 Bahnflächen in der Stadt, auf denen pfeifende und schnaufende Lokomotiven Geschichte sind. Die DB und ihre Nachfolgegesellschaften wollen daher solche Flächen gewinnbringend vermarkten.

Der Bund Naturschutz Nürnberg hat nun zum Entwurf des Bebauungsplans Nr. 4525 (Nordbahnhofgelände) deutlich Stellung bezogen. Darin begrüßt der Naturschutzverband zwar die Pläne zur Neugestaltung des Nordbahnhofgeländes als sinnvolles Recycling von brachliegenden Flächen.

Gleichzeitig hat er aber folgende Forderungen erhoben:

·       die jetzige Eisenbahnbrücke über den Nordring muss unbedingt in ihrer gesamten Breite erhalten bleiben. Sie eröffnet die einmalige Chance, einen geschlossenen Grünzug von der oft grauen Nordstadt zum Marienbergpark und auch nach Thon einzurichten. Dieser Grünzüg wird sowohl als Fuß- und Radweg als auch als Naturoase dringend gebraucht, deshalb sollen er mindestens 20 Meter breit sein und mit Bäumen und Hecken gesäumt werden. So kann die Trasse auch Tieren und Pflanzen als „Wanderweg“ dienen. „Nur wenn man auf der Brücke steht, kann man ihre eindrucksvolle Breite wirklich erfassen“, so Brigitte Ogan, BN-Aktive aus der Nordstadt.

·       für die Menschen in dem gesamten Gebiet schlägt der BN zudem die Pflanzung von vielen großkronigen Bäume vor, die Schatten und frische Luft spenden und dadurch eine hohe Wohlfühlqualität bieten.

Der Bund Naturschutz fordert den Stadtrat auf, sich nicht von den profitorientierten Vorgaben der Flächeneigener beeindrucken zu lassen, sondern die Chance für eine zukunftsgerechte und ökologische Stadtplanung entschlossen zu nutzen.