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Pressemitteilung 3/2011

Stromtrasse zur Waldrodung

Pressemitteilung vom 2. März 2011

Neue Freileitung im Nürnberger Süden dient der Erschließung des Eibacher Forstes. BN fordert Alternativen!

Der Bau der neuen 110-KV-Freileitung durch den Bannwald südlich der Gartenstadt soll der Versorgung des neuen 30 Hektar umfassenden Gewerbegebietes im Eibacher Forst dienen. Das musste jedenfalls der Bund Naturschutz nach Durchsicht der Verfahrensunterlagen feststellen. Hier ist die Erweiterung des Hafens klar als Zweck der Maßnahme genannt. Der BN lehnt den Bau daher strikt ab. „Eine Stromtrasse zur großflächigen Rodung von Bannwald und EU-Vogelschutzgebiet darf es nicht geben“, stellt BN-Vorsitzender Günther Raß klar.

Keine Alternativen geprüft

Sonst sind die Planunterlagen aber laut BN nur sehr spärlich. Weder ist der Bedarf für die Leitung klar aufgeschlüsselt, noch sind Alternativen in irgendeiner Form diskutiert. Der Bund Naturschutz fordert daher eine klare Bedarfsprognose und die Ausarbeitung von alternativen Trassenvorschlägen. Solange nicht belegt ist, dass die Freileitung nur dem Verbrauch des bestehenden Hafens dient, darf das Verfahren nicht weitergeführt werden. Außerdem ist eine alternative Erschließung über die Lände oder das Umspannwerk Maiach (Marterlach) dringend zu prüfen. In beiden Fällen müsste nicht in wertvollen Naherholungswald eingegriffen werden.

Unvollständige Pläne als Mogelpackung

Zudem umfassen die Unterlagen nur einen Teil des Verfahrens. Das Umspannwerk an der Wiener Straße soll nämlich ohne Bürgerbeteiligung als reines Genehmigungsverfahren abgewickelt werden. „Hier versucht man, mit billigen Tricks das tatsächliche Ausmaß zu verschleiern“, so Wolfgang Dötsch, Diplom-Biologe beim BN. „Bürger und Naturschutzverbände werden ausgeschlossen. Zum Verfahren muss natürlich der gesamte Trassenverlauf bis einschließlich des Umspannwerks gehören. Alles andere ist eine Mogelpackung!“