Merianin 2018+

Zum Jubiläumsjahr von Maria Sibylla Merian hat die Kreisgruppe zusammen mit der Merianschule im Jahr 2017 im Heilkräutergarten am Hallertor ein Schmetterlings- und Insektenbeet angelegt. Neben Nektarpflanzen für die Schmetterlinge wurde vor allem an Fresspflanzen für Raupen gedacht. Während die erwachsenen Tiere meist nicht wählerisch bei der Nahrungssuche sind, haben sich Raupen oft stark spezialisiert. Würde man zum Beispiel die meist unerwünschten Brennnesseln ausrotten, dann hätten es solch schöne Falter wie das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs sehr schwer. Denn ihre Raupen fressen fast ausschließlich an Brennnesseln.

Kinder der Merianschule bei der Arbeit
Merian-Beet
Merian-Beet

Bei der Einweihungsfeier des Merianbeets entstand eine wunderbare Zusammenarbeit des BN mit Margot Lölhöffel, die sich schon lange auf den Spuren von Maria Sybilla Merian für unsere Schmetterlinge einsetzt und mehr Lebensraum für diese einfordert. Ihr Projekt Merianin 2018+ begann zu wachsen.

Die Stadt Nürnberg konnte gewonnen werden, die mit dem „InsektenReich“ im Volkspark Marienberg schon eine vorbildliche Fläche geschaffen hatte und bei weiteren Anlagen auch immer die Bedürfnisse von Schmetterlingen im Auge behalten will.

Die Umweltstation und das Kinder- und Jugendmuseum bieten Projekte für Schulklassen an.

C-Falter (Polygonia c-album)
Goldene Acht (Colias hyale)
Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)
Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia)
Landkärtchen (Araschnia levana)
Rote Mauerbiene (Osmia rufa)

Und jetzt sind Sie gefragt

Machen Sie mit und schaffen auch Sie Lebensraum für unsere Schmetterlinge und für andere Insekten. Die Tiere sind nicht nur schön, sondern erfüllen auch eine wichtige Funktion, wie das Bestäuben von Pflanzen.

Sie haben nur einen kleinen Balkon oder ein Fensterbrett?
Macht nichts. Auch ein paar Kräutertöpfe bieten schon Nahrung.

Schild Merianin-Beet

Sie haben einen kleinen (Vor-)Garten?
Das ist natürlich noch besser. Schmeißen Sie die Steine raus und gönnen Sie sich und unseren Insekten Blühpflanzen. Setzen Sie zwischen Ihre schönen gezüchteten Sträucher mit den gefüllten Blüten einheimische Pflanzen. Einheimische Pflanzen machen nicht viel Arbeit, weil sie an die Gegebenheiten bei uns angepasst sind. Außerdem sind sie für unsere Schmetterlinge oft besser verwertbar. In unserer Geschäftsstelle können auch Samentütchen erworben werden.

Ihre Nachbarn finden das „Unkraut“ in Ihrem Garten unordentlich?
Erklären Sie Ihnen, dass solche Blühbeete sehr wichtig für die Insekten sind. Vielleicht haben ja auch Ihre Nachbarn schon einmal etwas vom Insektensterben gehört. Frau Lölhöffel hat auch eigens für verständnislose Nachbarn ein Schild entwerfen lassen, das Sie in Ihr Beet stecken können und das anzeigt: Dieses Beet ist etwas ganz Besonderes. Es ist ein Merianin-Beet und für unsere Schmetterlinge angelegt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre Merianin 2018+: Neuer Lebensraum für Insekten.

Ansprechpartnerin

Margot Lölhöffel
margot[at]odn.de oder loelhoeffel[at]odn.de